Spiegel-Bericht als Grundlage

Kuhle bringe Anschlag in Einbeck in Bundestag-Innenausschuss

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Innenstadt von Einbeck: Hier wurde am 10. Juni ein Briefkasten durch einen Böller zerstört. Foto: Swen Pförtner/dpa

Ein "Spiegel"-Bericht nimmt der Göttinger Bundestagsabgeordnete zum Anlass, das Thema in den Innenausschuss zu bringen.

 Der Göttinger Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle (FDP) bringt den „versuchten rechtsextremen Anschlag“ mit einem Böller auf den Briefkasten einer 41-Jährigen in Einbeck, der sich am 10. Juni ereignete, in den Innenausschuss des Deutschen Bundestages. Hintergrund ist der Bericht im Magazin „Spiegel“.

FDP-Bundestagsabgeordneter: Konstantin Kuhle.

Ein polizeibekannter 26-jähriger Rechtsextremist und ein 23-Jähriger sitzen nun in Untersuchungshaft. Die für Terrorismus zuständige Generalstaatsanwaltschaft in Celle ermittelt gegen die Männer nach dem Anschlag auch wegen versuchter schwerer Brandstiftung.

Inhalt des „Spiegel“-Berichts: Bei dem Anschlag in Einbeck wurde vermutlich ein Böller verwendet, den das Landeskriminalamt (LKA) zuvor bei einer Razzia sichergestellt und dann wieder zurückgegeben haben soll. Als Quelle nennt der „Spiegel“ die „Sicherheitskreise“.

Im Laufe der Ermittlungen hatte sich dem Bericht nach herausgestellt, dass die Staatsschutzabteilung des LKA bereits Anfang April bei einer Durchsuchung zweier Wohnungen von Rechtsextremen in der Einbecker Innenstadt auf Feuerwerkskörper gestoßen war. Auf der Packung habe gestanden: Ab 18 Jahren frei verkäuflich. Die Beamten gaben sie deshalb zurück. Erst später merkten die Staatsschützer, dass es sich um „Polenböller“ handelte, die sie bei der Razzia im Umfeld der nun Beschuldigten gefunden hatten, also um gefährliche und illegale Feuerwerkskörper. Beim Anschlag verwendeten die Angreifer dieselben oder baugleiche Böller. (tko)

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