Kult-Weihnachtskonzert mit Seven Up: Fröhlich und locker ins Fest

Seven Up: Weihnachtskonzert der Göttinger A-Cappella-Formation in der Stadthalle: von rechts Christiane Eiben, Heike Neumeyer, Gregor Jess, Benjamin Stürzenhofecker, Torsten Uhlendorff – und rechts oben Christoph Jess. Foto: Kopietz

Göttingen. Fast 2500 Besucher kamen zu den beiden Weihnachtskonzerten der Göttinger A-Cappella-Gruppe Seven Up in die Stadthalle.

Die Vorweihnachtszeit in Göttingen ohne ein Seven-Up-Konzert, das ist keine richtige Vorweihnachtszeit. Weit mehr als 2500 Besucher der Seven-Up-Auftritte am Samstag und Sonntag in der Stadthalle aber hatten eine richtige Vorweihnachtszeit. Denn: Die 17. Auflage der Veranstaltung war schlichtweg stark.

Ruhig auf die Tränendrüse drücken und nicht alles so ernst nehmen, so hat Sängerin Heike Neumeyer das Motto des gut zweieinhalbstündigen Konzerts – sehr treffend – vorab beschrieben.

Locker und doch konzentriert im Vortrag, leicht und doch nicht zu seicht bei der Songauswahl, herzlich und nicht anbiedernd in der Moderation. Sie haben ihren Stil gefunden, die sechs von Seven Up, trauen sich an schwierige Stücke und steuern auch gerne eigene Texten dazu bei. Das ist oft witzig, aber nie peinlich. Die Erfahrung hilft, das rechte Maß zu finden, denn die Sechs sind alle Ü 40, teilweise Ü 50. Deshalb sparen sie auch Kraft und strecken die beiden Konzerte auf zwei Tage. Früher fanden beide an einem Tag statt.

Frisch wirken Heike Neumeyer, Christiane Eiben, Benjamin Stürzenhofecker, Torsten Uhlendorff, Christoph und Gregor Jess, wenn sie auf der Bühne stehen. Der Auftakt mit Pop-Klassikern wie „Crazy“ von Seal oder einer sehr schönen Vokalfassung von Grönemeyers „Mensch“ gelingt hervorragend. Später gibt es eine schwedische Volksweise, ein Solo für jeden der sechs Seven-Ups, die auch jünger können: „Fireworks“ von Katy Perry und das mitreißende „Locked Out of Heaven“ von Bruno Mars stehen dafür, obwohl sie ja „Musikkinder der Achtziger“ sind, wie Torsten Uhlendorff bekennt.

Weihnachtskonzert Seven Up in Göttingen

Einfallsreich zeigen sich die Sängerinnen und Sänger ebenfalls: Mit dem Publikum singt man „Es ist ein Ros’ entsprungen“, das Weihnachtslied geht dann originellerweise in Seals „Kiss From a Rose“ über.

Zum Weihnachtskonzert gehören immer auch Gäste. Und die räumten diesmal ab: Die 19 Sängerinnen und Sänger des „Living Gospel Choir“ rissen mit ihren zwei Sets das Publikum mit. Sie dürfen wiederkommen! Das werden sicher wohl auch viele Zuschauer am 19. und 20. Dezember 2015. Die meisten nämlich gingen nach den Zugaben begeistert nach Hause: eingestimmt auf das bevorstehende Fest und gelockert für die stressigen Stunden davor. Was kann ein poppiges Weihnachtskonzert mehr bieten?!

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.