Die Kultur-Küche Apex brummt - Kneipe hat Krise überwunden

Haben gut Lachen: Die Verantwortlichen der Kulturkneipe Apex: Von links Wolfgang Nisch (Gastronomie-Chef), Stefan Dehler (2. Vorsitzender), Jaqueline Amirfallah (Küchen-Chefin),, Christoph Huber (1. Vorsitzender) und Sandra Kirchner (Programmplanung/Vorverkauf) im Garten des Apex in der Burgstraße. Foto: Kopietz

Göttingen. In der einst krisengeschüttelten Kultur-Kneipe Apex läuft’s: Der Trägerverein verkündet gute Zahlen und die Botschaft: „Es geht für zehn Jahre weiter.“

Damit meint der Vorsitzende Christoph Huber, dass endlich neue Verträge auch mit den Hauseigentümern unter Dach und Fach sind. In der Gastronomie sorgt weiter Star- Köchin Jaqueline Amirfallah für die richtige Würze.

3000 Besucher mehr zählten die Apex-Verantwortlichen bei den Veranstaltungen 2014 im Vergleich zu 2013. Aber: Die Bühne im Apex wurde etwa 30 mal mehr bespielt.

Auch für 2015 erwarten Christoph Huber und Stephan Dehler ähnlich erfreuliche Zahlen. „Wir rechnen wieder mit 14 bis 15.000 Besucher. Erfreulich ist auch die Zahl der Studenten, die mit dem Kulturticket zu Apex-Veranstaltungen kommen. „Die Einnahmen aus dem Kulturticket vergrößern unseren finanziellen Spielraum“, sagt Huber.

Der Verein erhält zudem feste Zuschüsse von Stadt, Landkreis und Landschaftsverband Südniedersachsen. Das Geld fließt nicht in den Kulturbetrieb, sondern in die Kosten für das Haus.

So ist es für den Verein nicht einfach, eine angestrebte „Schwarze Null“ im Kulturbetrieb zu erwirtschaften. Das sei 2014 gelungen. Und das trotz der geringen Kapazität von knapp 100 Plätzen im Saal und einer selbst auferlegten Eintrittsobergrenze von 15 Euro bei gleichzeitig qualitativ hochwertigen Künstlern. „Die Grenze bleibt auch in der neuen Saison“, verspricht Huber, kündigt aber an: „Wir werden die Preise aber irgendwann anpassen müssen. 15 Euro, ermäßigt zehn Euro, sind einfach wenig.“

Gerüchte, dass es schlecht um das Apex steht, entziehen die Verantwortlichen die Grundlage: Es laufe gut, alles sei auf zehn Jahre geregelt und die Unterstützung – auch durch Politik und Stadt – gut. Warum sich Gerüchte halten, können sich Dehler und Huber nicht erklären.

Dass das Apex sicher dasteht, ist auch ein Verdienst von Jaqueline Amirfallah, die gleich um die Ecke das preisgekrönte Restaurant „Gauß“ und seit vier Jahren die Küche im Apex betreibt. Dort gibt es eine „kleine Karte mit kleinen Gerichten“, wie sie sagt. Ein Konzept, das ankommt. Erst Recht, weil die Küche „abwechslungsreich und regional“ ist. „Bei uns weiß der Gast, dass das Fleisch aus dem Werra-Meißner-Kreis, das Salz aus der Göttinger Saline, das Mehl aus der Rosdorfer Mühle und das Gemüse aus Hilkerode kommt.“ Die leckeren, regionalen Speisen kommen an – auch bei jungen Leuten. „Das ist das Besondere, und darüber freue ich mich.“ Doch Spitzenköchin Amirfallah betont: „Wir sind kein Restaurant, sondern eine Kneipe mit Kultur.“ Und für das Apex-Kulturprogramm könnte ebenfalls der Küchen-Slogan gelten: „abwechslungsreich und (nicht nur) regional.

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