Gegen Aufrüstung

Kundgebung in Göttingen: Osteraktion für den Frieden

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Aktion in der Göttinger Innenstadt: Als einer von zahlreichen Rednern setzte sich auch Gunnar Siebecke (am Mikrofon) für Abrüstung und gegen Rüstungsexporte ein. 

Mit einer Kundgebung haben Vertreter zahlreicher Initiativen und Gewerkschaften in der Göttinger Innenstadt unter anderem für Frieden und gegen Aufrüstung demonstriert.

Aufgerufen zu der Aktion, die anstelle eines Ostermarsches stattfand, hatten unter anderem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Südniedersachsen, die Deutsche Friedensgesellschaft, die Anti-Atom-Initiative Göttingen, Attac Göttingen, ver.di und die Umweltgewerkschaft. In ihren Reden sprachen sich die Teilnehmer gegen die geplante Erhöhung der Rüstungsausgaben, gegen Rüstungsexporte und für eine Abrüstung in Deutschland aus. Weitere Forderungen waren die Rettung des INF-Mittelstreckenraketen-Abkommens sowie ein weltweites Atomwaffenverbot.

Dem Aufruf zur Kundgebung angeschlossen hatte sich auch eine Initiative, die sich seit Langem gegen jegliches Auftreten der Bundeswehr an Schulen wendet. „Die Bundeswehr wirbt massiv an Schulen und gezielt bei Minderjährigen“, heißt es in einer Mitteilung der Initiative „Schule ohne Bundeswehr Göttingen“. In der Schule würden Unterrichtsstunden komplett durch die Jugendoffiziere der Bundeswehr gestaltet, die Lehrerschaft im Sinne der Bundeswehr fortgebildet sowie mit multimedialen Trucks auf Schulhöfen und Ständen auf Messen zur Berufsorientierung wie dem alljährlich stattfindenden GöBit in der Göttinger Lokhalle geworben.

„Offiziere laden Klassen zum Tag der offenen Tür oder zur Studienfahrt in die Kaserne ein, sogar Waffenschauen und Schießsimulationen führt die Bundeswehr mit jungen Schülerinnen und Schülern durch“, heißt es weiter. Seit Abschaffung der Wehrpflicht 2011 habe die Bundeswehr tausende Minderjähriger – also Jugendliche unter 18 – rekrutiert und an der Waffe ausgebildet. Gleich mehrfach sei die Bundesregierung für diese Praxis von den Vereinten Nationen angemahnt worden, heißt es in der Mitteilung. Nach Ansicht von Unicef, dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, sowie den Menschenrechts-Organisationen Amnesty International und Terre des Hommes mache sich die Bundesregierung des Vergehens schuldig, Kindersoldaten zu rekrutieren. Und damit müsse sofort Schluss sein.

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