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„Kunst am Bau“-Projekt in Friedland: Thorsten Goldberg errichtet Kunstwerk

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Von: Per Schröter

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Das Museum Friedland: Es ist im Bahnhofsgebäude des Ortes im Süden des Landkreises Göttingen zu finden. Die Einrichtung soll einen Erweiterungsbau bekommen.
Das Museum Friedland: Es ist im Bahnhofsgebäude des Ortes im Süden des Landkreises Göttingen zu finden. Die Einrichtung soll einen Erweiterungsbau bekommen. © Swen Pförtner/dpa

„Suchen schweben dazwischen-sein“ heißt das Kunstwerk von Thorsten Goldberg. Er wird bald auf dem Gelände des Museums Friedland ein großes, stählernes Kunstwerk errichten.

Friedland – Wenn in absehbarer Zukunft der Erweiterungsbau für das Museum Friedland entsteht, soll auf dem Gelände auch ein Kunst-am-Bau-Projekt umgesetzt werden. Den Zuschlag erhielt jetzt der Berliner Künstler Thorsten Goldberg.

Der Berliner Künstler Thorsten Goldberg wird auf dem Gelände des Museums Friedland ein großes, stählernes Kunstwerk errichten.

Mit seinem Entwurf unter den Namen „Suchen schweben dazwischen-sein“ setzte er sich in einem vom Staatlichen Baumanagement Südniedersachsen (SB SN) ausgelobten, anonymen Wettbewerb gegen acht Mitbewerber durch.

75.000 Euro Budget

Das Kunstwerk wird ein in rund fünf Metern Höhe schwebender Ring mit etwa sieben Metern Durchmesser aus Edelstahl oder Aluminium sein, an dessen Ober- und Unterseite Taubenfiguren sitzen werden.

„Ich freue mich, dass wir bei dieser herausragenden Baumaßnahme ein Kunst-am-Bau-Projekt umsetzen dürfen“, sagte Marcus Rogge, Leiter des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen, bei der Verkündung des Wettbewerbs-Ergebnisses, der das Projektbudget mit 75 000 Euro bezifferte.

„Der Siegerentwurf verbindet das Grenzdurchgangslager Friedland und das neue Besucher- Medien- und Dokumentationszentrum des Museums Friedland durch seine Lage auf eine sehr gelungene Weise.“

Dagmar Schmidt stellte den Siegerentwurf des Künstlers mit dem großen Ring (oben links) vor, der in Zukunft auf dem Museumsgelände zu sehen sein soll.
Dagmar Schmidt stellte den Siegerentwurf des Künstlers mit dem großen Ring (oben links) vor, der in Zukunft auf dem Museumsgelände zu sehen sein soll. © Per Schröter

Kunst überwinde Barrieren

„Es ist wunderbar, dass so viele unterschiedliche Entwürfe für den Wettbewerb eingereicht wurden“, betonte die wissenschaftliche Museumsleiterin Anna Haut. Kunst überwinde Barrieren und schaffe es, Brücken zwischen Menschen und Kulturen zu bauen, die ganz ohne Sprache funktionieren.

„Das ist insbesondere im Kontakt mit den Bewohnern des Grenzdurchgangslagers ein wichtiger Aspekt in der Arbeit des Museums Friedland“, so Haut. Bislang gibt es nach seinen Angaben bereits mehrere Kunstwerke und Denkmäler auf dem Lagergelände, die jedoch alle in die Vergangenheit zeigen.

„Der Siegerentwurf ist sehr vieldeutig und erzeugt beim Betrachter verschiedene Bilder“

„Dieses Kunstwerk wird der erste künstlerische Anknüpfungspunkt, der sowohl in die Vergangenheit als auch in die Gegenwart und die Zukunft zeigt und damit alle Phasen der Lagerarbeit erfasst“, sagte Haut.

Bewertet worden waren die neun eingereichten Entwürfe von einer siebenköpfigen Jury, darunter neben Baumanagement-Leiter Rogge, einer Museumsdirektorin, einem Architekten und verschiedenen Künstlern auch Klaus Hausmann, der Verwaltungsleiter des Museums Friedland.

„Der Siegerentwurf ist sehr vieldeutig und erzeugt beim Betrachter verschiedene Bilder“, lobte Dagmar Schmidt, die den künstlerischen Wettbewerb begleitet hatte und die Entwürfe vorstellte. Der zweite Platz war die Landshuterin Dagmar Pachtner gegangen, der dritte Preis an den Bremer Hinrich Brockmöller. (Per Schröter)

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