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Pandemie macht es unmöglich: Kunst-Gala in Göttingen muss erneut ausfallen

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Von: Thomas Kopietz

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Eine Gruppe Tänzerinnen der Göttinger Ballettschule „Art la danse“ zeigt ihr Können auf der Bühne.
Kunst-Gala 2017 in der Stadthalle Göttingen: Die Gruppe der Göttinger Ballettschule „Art la danse“ von und mit Judith Kara zeigt ihr Können. © Thomas Kopietz

Erneut keine Kunst-Gala in Göttingen: Die für den 5. Und 6. März geplante Veranstaltung im Deutschen Theater muss wegen der Pandemie auch in diesem Jahr ausfallen.

Göttingen – Das teilte der Verein KUNST e.V. mit. „Wir haben lange gewartet und abgewogen, wie sich die Corona-Lage entwickelt. Aber wegen der rasant auch in Göttingen steigenden Inzidenz-Werte ist davon auszugehen, dass Ende Februar/Anfang März der Höhepunkt der Welle erreicht wird und es entweder zu Schließungen von Kultureinrichtungen kommen wird oder die Menschen sich nicht mehr dorthin trauen“, begründet Vorstand Nils König die nicht nur aus seiner Sicht „bittere Entscheidung“ zur Absage.

Außerdem sei es schwierig, mit mehr als 50 Künstlerinnen und Künstlern einen sicheren Ablauf auf und hinter der Bühne zu gewährleisten, ergänzte Willi Arnold vom KUNST-Vorstand.

Und noch eine betrübliche Nachricht: Eine Verschiebung der Gala, die stets einen Querschnitt durch die heimische Kulturszene zeigt, in den Sommer ist nicht möglich, da das DT und auch die als Alternative geprüfte Lokhalle bis Mitte des Jahres ausgebucht sind.

„Es ist wirklich sehr traurig und frustrierend, die Gala erneut absagen zu müssen, zumal die Künstler*innen viel Arbeit und Mühe in die Auftrittsvorbereitungen gesteckt haben“ bedauerte Anne Moldenhauer, ebenfalls Vorstandsmitglied bei KUNST.

Das von einer Jury zusammengestellte Programm hätte elf Auftritte mit Tanz, Theater und unterschiedlichsten Musikdarbietungen umfasst. Ein Brass-Septett des GSO, der Klassik-Klarinettist Toni Säckl, eine 7-köpfige Frauen-Band um die Schlagzeugerin Lia Eastwood, die „real“ Blues Brothers Tim und Peter Funk und Maja Hilke mit Kreisler-Liedern wären ebenso aufgetreten. Der Tanz sollte mit einer sehr aufwendigen Choreographie der Göttinger Ballettschule „art la danse“ und der Kathak-Tänzerin Jyotika Dayal vertreten sein.

Das Deutsche Theater und das Junge Theater hätten jeweils einen Ausschnitt aus musikalischen und Theater-Produktionen ihrer Häuser gezeigt. Des Weiteren wären die KAZ-Akrobaten und die Theaterwerkstatt aufgetreten.

Die Erlöse aus Eintrittsgeldern zur Kunst-Gala fließen jeweils komplett in die heimische Kultur- und Kunstszene. Damit es trotz Veranstaltungsausfall diese finanzierte Förderung von Kulturprojekten geben kann, fragt Kunst e.V. zurzeit die Sponsoren der Gala ab, „ob sie ihre geplante Unterstützung in Form einer Spende aufrecht erhalten“, erklärt Inge Mathes vom Kunst-Vorstand.

Viele haben bereits ihre Bereitschaft dazu erklärt. Dann könnten mit Vereinsreserven bis zu 12.000 Euro für die Projektförderung bereitgestellt werden.

Mitte Februar werden die Bedingungen für Förderanträge veröffentlicht; danach können Künstler und Künstlerinnen Anträge gestellt werden, wie der Verein mitteilt. (Thomas Kopietz)

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