Kunstprojekt des Museums Friedland

Göttinger Marienkirche zeigt in Ausstellung Gemälde geflüchteter Frauen

Hinter einer Parkfläche ist ein Steingebäude zu sehen.
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Die St. Marienkirche zeigt ab Mittwoch Gemälde, die geflüchtete Frauen gemalt haben. (Archivfoto)

Die Marienkirche Göttingen zeigt ab Mittwoch, 31. März die Wanderausstellung „I feel“ des Museums Friedland. Coronabedingt war die Ausstellung bisher nur virtuell zugänglich.

Göttingen/Friedland – Das Besondere an der Ausstellung: Die elf auf Leinwand gezeigten Gemälde wurden jeweils zur Hälfte von geflüchteten Frauen gemalt, die auf der Flucht aus ihrer Heimat nach Deutschland das Grenzdurchgangslager Friedland passiert haben. Vollendet haben sie deutsche Künstler – mal gegensätzlich, mal komplettierend.

Ausstellung ist für drei Wochen täglich zu sehen

„I feel“ geht auf ein Kunstprojekt des Museums Friedland zurück. Im Winter 2016 malte die Sudanesin Khadija Rachid als Teilnehmerin eines Workshops ein halbes Frauenporträt in Schwarz-Weiß.

Dieses Bild zog wenige Monate später eine ehrenamtliche Mitarbeiterin in seinen Bann, die die Gedanken erkannte, die Khadija Rachid beim Malen bewegt hatten. Dieses Gefühl der Verbundenheit inspirierte sie dazu, Rachids Porträt zu vollenden. Der Titel „I feel“ stammt von „I feel her“ (deutsch: Ich fühle mit ihr).

Die Ausstellung ist für drei Wochen täglich von 9 bis 18 Uhr in der Marienkirche an der Groner-Tor-Straße zu sehen. Der Zugang erfolgt zurzeit über die Rückseite beim Leinekanal. Bei der Ausstellung sind die Corona-Regeln zu beachten. Der Eintritt ist frei.

Der virtuelle Rundgang wird weiterhin angeboten mitsamt weiterführenden Informationen zu den Künstlern sowie Videointerviews auf museum-friedland.de/sonderausstellung. (Jan Trieselmann)

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