Kunstwerk war vor zwei Jahren bei der Berufsfeuerwehr eingelagert worden

Bronze-Relief „Die Stadt“ ziert wieder die Göttinger Stadthalle

Mehrere Menschen in leuchtenden Warnwesten heben mit einem Kran ein künstlerisches Gebilde.
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Abtransport des Kunstwerks „Die Stadt“ aus der Lager bei der Berufsfeuerwehr zur Stadthalle: Das Relief des Künstlers Prof. Jürgen Weber hat einmal 105 000 Euro (knapp 54 000 Euro) gekostet.

Das Bronze-Relief „Die Stadt“ steht wieder an der Göttinger Stadthalle. Es wurde vor zwei Jahren zu Beginn der Stadthallensanierung entfernt und bei der Feuerwehr eingelagert.

Göttingen – Nachdem das 1964 vom Künstler Prof. Jürgen Weber geschaffene Kunstwerk zu Beginn der umfangreichen Stadthallensanierung vor ziemlich genau zwei Jahren entfernt und eingelagert worden war, wurde es am Montag wieder an seinem angestammten Platz an der rechts des Gebäudes gelegenen Terrassenmauer montiert.

„Eigentlich war geplant, das Relief erst nach Beendigung der Stadthallensanierung wieder hierher zurückzuholen“, sagte Ronald Grops, Mitarbeiter des Fachdienstes Kultur der Stadt Göttingen.

Zehn Mitarbeiter und ein Schwerlastkran waren nötig

Nachdem das Hochbauamt der Stadt jedoch bei ihm angerufen und berichtet habe, dass mit der Verschalung des Gebäudes erst begonnen werden könne, wenn das 3,10 Meter breite, 3,50 Meter hohe und rund 1500 Kilogramm schwere Relief wieder hänge, habe alles ganz schnell gehen müssen.

Am frühen Montagmorgen rückte ein Team von rund zehn Mitarbeitern des städtischen Baubetriebshofes bei der Berufsfeuerwehr an, wo das Terrassen-Relief in einer Fahrzeughalle eingelagert war.

Zunächst musste es mit Hilfe eines Radladers von der Wand geholt, auf zwei schwere Holzpalletten gelegt und dann mit Hubwagen ins Freie geschoben werden. Ein Schwerlastkran verfrachtete das Kunstwerk dann auf einen LKW, mit dem es zur Stadthalle gebracht wurde.

Hoffnung, dass Kunstwerk Bauarbeiten unbeschadet übersteht

Dort hievte es der Schwerlastkran dann an seinen Bestimmungsort, wo das Relief in der wieder in der Stadthallenmauer verankert wurde, wo es bis zu seiner Demontage im März 2019 zuvor 55 Jahre lang die Blicke der Menschen auf sich gezogen hatte.

„Das Relief hat seinerzeit einmal 105 000 Mark gekostet“, sagte Ronald Grops. Das Geld habe aus einer Sammelaktion verschiedener Kunstmärkte gestammt. „Heute sind Werke von Jürgen Weber in dieser Größe rund 500.000 Euro wert“, so Grops. Nicht zuletzt aus diesem Grund hoffe er sehr, dass das Relief die an der Stadthalle noch anstehenden Bauarbeiten unbeschadet übersteht.

„Auch wenn ich volle Vertrauen in die Arbeiter habe, wäre mir schon etwas wohler gewesen, wenn das Relief erst nach der Fertigstellung der Halle aufgehängt worden wäre“, sagt Grops. Aber das sei ja leider nicht möglich gewesen. (Per Schröter)

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