Preisverleihung Kurzfilm-Wettbewerb

Kurzfilm-Wettbewerb der Freiwilligenagentur Göttingen: Waldlauf mit Schwimmflossen gewinnt

Die Preisträger des Kurzfilm-Wettbewerbs stehen mit einem Scheck auf einer Bühne.
+
Die Unterwasserrugby-Sparte des Göttinger Hochschulsports gewann den Kurzfilm-Wettbewerb: Claudia Weitemeyer (r.) übergab den Preis.

Die Freiwilligenagentur Göttingen lobte mit Unterstützung der Stadtwerke einen Corona-Kurzfilm-Wettbewerb aus. Nun fand die Siegerehrung statt.

Göttingen – Sie rennen mit Schwimmflossen durch den Wald und stecken den Kopf ins Aquarium: In einem witzigen Kurzfilm hat die Unterwasserrugby-Sparte des Göttinger Hochschulsports verraten, wie sie durch die Coronazeit kommt. Die Sportler gewannen den Wettbewerb „Plötzlich war alles anders“.

Dagmar Pairan von der Freiwilligenagentur Göttingen hat ihn – mit Unterstützung der Stadtwerke – ausgelobt.

Einen Scheck über 700 Euro erhielten einige Spieler während der Feier im Kino Méliès. Die Sportler trainieren, wenn nicht gerade Pandemie herrscht, im Hallenbad des Hochschulsports an der Gutenbergstraße 60. Dort üben sie, einen mit Salzwasser gefüllten Ball in mehr als drei Metern Tiefe ins gegnerische Tor, einen Metallkorb, zu versenken.

Laudatorin Claudia Weitemeyer, Pressesprecherin der Stadtwerke und Vorsitzende der Jury, war begeistert – ebenso wie die anderen beiden Juroren, Daniel Bernhard, der Geschäftsführer des Vereins Göttinger Kurzfilmfestivals, und Anton Ha von der Agentur Lookfamed

Den zweiten Platz belegten Studierende der Universität. In ihrem Film über Online-Vorlesungen, schlurfen verschlafene Studis im Bademantel und mit einer Kaffeetasse in der Hand durch die Uni, bügeln oder stricken im Hörsaal. Der Dozent referiert derweil über das Fortpflanzungsverhalten der Buckelwale. 500 Euro gab es für diesen Beitrag.

Den mit 300 Euro dortierten dritten Platz machten die Rope Skipper des Turnvereins Roringen. Mit einem Feuerwerk an Ideen hielten sie während der Pandemie den Kontakt zu den Mitgliedern. Sie trainierten mit Abstand auf dem Sportplatz, machten Foto-Challanges oder Rallyes durch den Ort.

Acht weitere Kurzfilme wurden während der Feierstunde im Kino gezeigt. Mit dem Rettungshubschrauber ließen die Unabhängigen Mediziner Göttingen einen Teddy, der zu viele Gummibärchen gegessen hatte, in die Teddyklinik des Uniklinikums einliefern.

In einem Film mit langen Einstellungen und beruhigender Klaviermusik zeigte das Hospiz an der Lutter, wie es Trauernde in der Coronazeit begleitet. Ehrenamtliche unternehmen mit Betroffenen Spaziergänge auf dem Göttinger Stadtfriedhof.

Stadtführungen in zehn Sprachen organisierte das Migrationszentreum für Stadt und Landkreis Göttingen während der Pandemie. Ein Musikvideo drehte die Gruppe Freundschaft Point 5 der Jugendhilfe Göttingen. Der Verein Peloton zeigte, wie er am Hagenweg 2a zwei Schiffscontainer ausbaut. Mit Videos und Podcasts versuchte der Sportverein ASC seine Mitglieder während der Pandemie zum Training anzuhalten. Der Tuspo Weende drehte einen Film über seinen Fahrrad-Aktionstag. Über die virtuelle Brocken-Challenge informierte der Verein Ausdauersport für Menschlichkeit.

Die Freiwilligenagentur, die ihren Sitz am Sandweg 5 hat, vermittelt ehrenamtliche Engagements in Kultur und Kirche, in Sport und im sozialen Bereich. (Michael Caspar)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.