Wichtige Unterstützung in der Corona-Krise

Land fördert drei Göttinger Theaterprojekte

Stefan Dehler (links) und Christoph Huber.
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Sie sind „Stille Hunde“: Stefan Dehler (links) und Christoph Huber von der Göttinger Theatergruppe.

32 professionelle freie Theater in Niedersachsen bekommen in diesem Jahr Geld vom Land. Sie werden mit insgesamt 485 000 Euro gefördert, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur in Hannover mitteilte.

Göttingen/Hannover - Bei der aktuellen Unterstützungsrunde wurden auch drei Göttinger Theaterprojekte berücksichtigt: Neben den auch 2020 geförderten freien Theaterprojekten der Werkgruppe 2 und dem Boat People Projekt erhalten nun auch die seit mehr als einem Jahrzehnt als Theatermacher agierenden „Stillen Hunde“ eine Landesförderung.

Die Finanzspritze des Landes für die freien Theatergruppen in Göttingen stößt bei der Landtagsabgeordneten Dr. Gabriele Andretta (SPD) auf große Freude: „Das zeigt abermals die hohe künstlerische Qualität der freien Theaterlandschaft in Göttingen.“

Die Werkgruppe 2 erhält wie im Vorjahr 15 000 Euro für die Produktion „Leiber. Eine dokumentarische Inszenierung über die Realität von Körpern“. Mit 18 000 Euro wird das Stück der „Stille Hunde Theaterproduktionen“ unter dem Arbeitstitel „Black Box: Andrias scheuchzeri ff.“ gefördert.

Premiere unter Corona-Bedingungen im Herbst: Damals feierte das Boat People Projekt Premiere der Inszenierung „Ich, Du – Wir Wir Wir“, ein Stück zur Klimakrise. Die freie Theatergruppe wird 2021 erneut vom Land gefördert.

Die Theatermacher des Boat People Projekts erhalten 15 000 Euro für die Produktion „Geld“. Im Herbst konnte die Gruppe mit dem Stück „Ich, Du – Wir Wir Wir“ unter Wahrung der damals gültigen Corona-Regeln eine Premiere mit einem Theaterstück zur Klimakrise feiern. 2019 wurde das Boat People Projekt mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet.

Insgesamt hatten 48 Projektanträge das Ministerium erreicht, auch aus den Bereichen Kinder- und Jugendtheater und Tanz.

„Die vielen überzeugenden Anträge der professionellen freien Theater stellen erneut unter Beweis, dass die freien Theater sehr flexibel mit Krisensituationen umgehen können“, sagte Kulturminister Björn Thümler (CDU). Er ist optimistisch, dass die Kulturlandschaft im Frühjahr wieder aufblühen kann: „Dank der großen Kreativität der Künstlerinnen und Künstler werden wir alle vom Frühjahr an wieder erleben können, dass die freien Theater immer am Puls der Zeit sind.“

Mit den Förderungen leiste das Land einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Theaterszene in 2021.

Gabriele Andretta weist auch darauf hin, dass freie Theater von Sommer an erneut Anträge auf Projektförderung für 2022 sowie Anträge auf Konzeptionsförderung für die Förderperiode 2022 bis 2024 stellen können. (Thomas Kopietz, Bernd Schlegel, mit dem Evangelischen Pressedienst)

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