Anerkennung von Heimausweisen endet zum 31. Dezember

Land Niedersachsen kündigt Vereinbarung: Keine kostenlosen Fahrten für Flüchtlinge mehr

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Die Heimausweise des Lagers Friedland galten bislang für den Nahverkehr: Damit ist es ab Januar vorbei.

Göttingen/Friedland. Bislang galten die Heimausweise für Flüchtlinge des Lagers Friedland für die Nutzung des Nahverkehrs. Damit ist es ab dem Jahreswechsel vorbei.

Das teilten die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) mit. Die bisherige Vereinbarung für die Anerkennung von Heimausweisen wurde zum 31. Dezember durch das Land Niedersachsen gekündigt, heißt es in einer Pressemitteilung. Eine kostenlose Mitnahme ist daher ab Januar 2017 nicht mehr möglich. 

Dies betrifft den gesamten Verkehrsverbund Süd-Niederachsen (VSN). Informationen dazu sowie zu den Tarifen gibt es in englischer Sprache und teilweise in arabischer Sprache auf der GöVB-Homepage. Außerdem wurden Handzettel erstellt.

Die Erstaufnahmeeinrichtungen in der Region sowie die Flüchtlingsunterkünfte in Göttingen wurden bereits über das Thema informiert.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums läuft die Regelung unter anderem aus Kostengründen zum Jahreswechsel aus. Für die kostenlose Nutzung des Nahverkehrs im jeweiligen Landkreis durch Flüchtlinge der Erstaufnahmeeinrichtungen in Friedland, Braunschweig und Bramsche hatte das Land Niedersachsen seit Oktober 2015 etwa drei Millionen Euro ausgegeben. Ab 2017 wären jährlich Kosten von etwa 1,2 Millionen Euro angefallen.

Zudem weist die Pressestelle des Ministeriums darauf hin, dass in den finanziellen Leistungen für Flüchtlinge auch ein Anteil für Mobilität enthalten sei. Die Kosten für Fahrten der Flüchtlinge zum Arzt oder zu Behördengängen übernimmt ohnehin weiterhin das Land.

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