Göttingen: Land pumpt Geld in die Krankenhäuser

Niedersachsen fördert auch Investitionen in kleineren Kliniken

Baustelle aus der Luft: Auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende, gelegen an der B 27 (links im Bild) wird seit Jahren immer wieder gebaut. Aktuell entsteht dort das künftige Haus 3.
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Baustelle aus der Luft: Auf dem Gelände des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende, gelegen an der B 27 (links im Bild) wird seit Jahren immer wieder gebaut. Aktuell entsteht dort das künftige Haus 3.

Die Landesregierung hat grünes Licht gegeben: Insgesamt 265 Millionen Euro fließen in 22 Krankenhäuser in Niedersachsen – für Projekte und Bauvorhaben.

Göttingen – In Südniedersachsen profitieren das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende und das Krankenhaus St. Martini in Duderstadt sowie das St. Bernward-Krankenhaus in Hildesheim.

Göttingen: Für Niedersachsens Patienten soll es auch künftig eine moderne und abgestimmte stationäre Versorgung geben

Die Fördermittel fließen gezielt in die Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft in den Regionen. Für Niedersachsens Patientinnen und Patienten soll auch in Zukunft eine hochmoderne und gut aufeinander abgestimmte stationäre Versorgung bereitstehen, die Kliniken müssen zudem gut erreichbar sein, heißt es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Für die verantwortlichen im evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende, der größten Klinik der Region – nach der Universitätsmedizin Göttingen - ist damit klar, dass zu den Gesamtkosten von 9,1 Millionen Euro für die Zusammenführung von drei internistischen Funktionsbereichen im ersten Finanzierungsabschnitt vier Millionen Euro fließen.

Göttingen: Das Geld kommt von den Kommunen, dem Land Niedersachsen und dem Bund

Im für die Versorgung des Eichsfelses wichtigen Krankenaus St.Martini in Duderstadt stehen drei Millionen Euro bereit für einen Neubau und die Umstrukturierung der Funktions- und Pflegebreiche. Den Löwenanteil erhält das Klinikum Oldenburg, das 145 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Landes für Klinikneubauten erhalten wird.

Insgesamt fließen laut Landesregierung in den nächsten Jahren bis 2022 eine Milliarde Euro in die Kliniken und Krankenhäuser – das Geld kommt von den Kommunen, dem Land Niedersachsen und dem Bund.

Göttingen: Grüne kritisieren Niedersachen

Kritik an der Finanzierung, vor allem der Universitätsmedizin in Niedersachsen gab es am Mittwoch im Landtag von Hannover. Die Grünen sehen die Zukunft der Universitätskliniken in Hannover und Göttingen gefährdet und forderten in der aktuellen Stunde zum Thema eine „verlässliche Lösungen“.

Zweifel sind aufgekommen, trotz des vom Land angelegten Sondervermögens, dass das geplante Geld für die Neubauten der MHH und der UMG nicht ausreicht – was auch der Landesrechnungshof bereits 2019 und auch aktuell in seinem jüngsten Bericht befürchtet. Die Grünen sehen auch die nun als Lösung anvisierten Lösungen in Kombination mit privaten Partnern, also Investoren, kritisch und eben nicht verlässlich.

Die Grünen kritisieren auch, dass für den 2. Nachtragshaushalt das Geld für den Ausbau der Eruropean Medical School in Oldenburg gestrichen wurde. Die Studienkapazitäten für angehende Mediziner müssten erweitert werden, auch vor dem Hintergrund eines zu erwartenden Ärztemangels auf dem Land.  

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