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Experte der Landesjägerschaft: Luchs und Wolf gehen sich aus dem Weg

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Gehen sich nach Ansicht eines Tierexperten aus dem Weg: Luchs und Wolf durchstreifen inzwischen die Wälder die Wälder im Harz.   

Osterode/Göttingen. Luchse und Wölfe kommen sich nach Ansicht eines Experten im Harz nicht in die Quere. Hintergrund für die Überlegungen sind Wolfs-Beobachtungen in Südniedersachsen.

Wurde in Südniedersachsen gesichtet: der Wolf

Beide Großraubtiere ernährten sich zwar vorwiegend von Schalenwild, sodass in Gebieten mit gemeinsamem Vorkommen eine „gewisse Nahrungskonkurrenz“ herrsche, sagte Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen. Allerdings sei der Luchs viel spezialisierter als der Wolf: „Er frisst nämlich hauptsächlich Rehe, der Wolf ist weniger wählerisch.“ Zudem seien beide unterschiedliche Jäger, fügte Reding hinzu. Der Luchs sei ein „Lauerjäger“, der seiner Beute mit kurzem Sprint nachsetze, der Wolf sei ein „Hetzjäger“, der die Beutetiere über längere Distanzen bis zu deren Erschöpfung jage.

„Dies führt dazu, dass sich Wolf und Luchs größtenteils aus dem Weg gehen und Konfrontationen selten sind.“ Im Harz und in anderen südniedersächsischen Regionen waren kürzlich erstmals wieder wildlebende Wölfe gesichtet worden. In der zweiten Juli-Woche war zwischen Lödingsen (Kreis Göttingen) und Hettensen (Kreis Northeim) ein Wolf gesichtet worden.

Luchse streifen bereits seit dem Jahr 2000 durch das Mittelgebirge und umliegende Gebiete. (epd/bsc)

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Bisher mussten 22 Wölfe in Niedersachsen sterben

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