Landgericht Göttingen: Freiheitsstrafe für Betrug beim Krankentransport

Göttingen. Wegen gewerbsmäßigen Betruges in mehr als 150 Fällen hat das Landgericht Göttingen am Montag den früheren Chef eines Krankentransportunternehmens verurteilt.

Der 63-Jährige erhielt ein Jahr und sechs Monate Freiheitsstrafe auf Bewährung, teilte ein Gerichtssprecher mit. Die Kammer folgte damit weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die ein Jahr und zehn Monate Bewährungsstrafe gefordert hatte. Die Verteidigung hatte keinen konkreten Antrag gestellt.

Der Angeklagte hatte bis 2011 ein Krankentransportunternehmen im Landkreis Göttingen geleitet. Er hat zugegeben, in 154 Fällen nicht erbrachte Krankentransporte abgerechnet zu haben. Dadurch war den Krankenkassen Schaden in Höhe von 45.000 Euro entstanden. Ursprünglich waren sogar mehr als 400 Fälle mit einem Gesamtschaden von 120.000 Euro angeklagt. Ein Teil der Punkte war jedoch im Vorfeld des Prozesses eingestellt worden. Die Prozessbeteiligten hatten sich für den Fall eines umfassenden Geständnisses auf eine Bewährungsstrafe verständigt. (lni)

Schlagworte zu diesem Artikel

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.