Verschärfte Beschränkungen

Corona: 17 Bewohner in einem Pflegeheim im Altkreis Osterode sind infiziert

Das betroffene Pflegeheim: 17 Bewohner und sieben Mitarbeiter der Einrichtung sind mit dem Coronavirus infiziert. Am Montag war das Technische Hilfswerk im Einsatz. Die Aktiven halfen bei internen Umzügen.
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Das betroffene Pflegeheim: 17 Bewohner und sieben Mitarbeiter der Einrichtung sind mit dem Coronavirus infiziert. Am Montag war das Technische Hilfswerk im Einsatz. Die Aktiven halfen bei internen Umzügen.

Mehrere Corona-Fälle gibt es in einem Pflegeheim im Landkreis Göttingen. 17 Bewohner und 7 Mitarbeiter sind mit dem neuartigen Coronavirus infiziert.

  • Corona breitet sich weiter aus - besonders gefährlich im Bereich der Pflege
  • Aufnahmestopp für Pflegeheime in Niedersachsen
  • Bewohner und Mitarbeiter im Pflegeheim Villa Juesheide in Herzberg im Altkreis Osterode haben sich mit Corona infiziert

Für das Pflegeheim Villa Juesheide in Herzberg gelten jetzt verschärfte Beschränkungen, berichtet die Kreisverwaltung. 17 der 36 Bewohner sowie sieben Mitarbeiter haben sich mit Corona infiziert.

Zwei der Bewohner mit Corona-Symptomen wurden zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Sie werden in der Klinik separiert und überwacht. Zum Gesundheitsstand kann die Kreisverwaltung keine Angaben machen. Unterdessen hat das Land Niedersachsen einen Aufnahmestopp für sämtliche Pflegeheime verhängt.

Corona in der Pflege: THW-Mitarbeiter helfen in weißen Schutzanzügen

Am Montag war das Technische Hilfswerk (THW) im von Corona betroffenen Pflegeheim Villa Juesheide im Einsatz. Zu sehen waren Mitarbeiter in weißen Schutzanzügen. Die THW-Aktiven helfen laut Kreisverwaltung bei internen Umzügen innerhalb der Einrichtung.

Dadurch sollen infizierte und nichtinfizierte Bewohner voneinander getrennt werden. Alle bekommen zudem Einzelzimmer. Außerdem wird das Küchenpersonal komplett ausgetauscht.

Corona in der Pflege: Positiv getestete Mitarbeiter sind nicht mehr im Dienst

Die positiv auf Corona getesteten Mitarbeiter sind schon nicht mehr in der Einrichtung im Dienst. „Die übrigen Pflegekräfte werden sukzessive ausgetauscht“, heißt es aus der Kreisverwaltung. Der Krisen-Stab organisiert und koordiniert den Austausch.

Wie es zu den Infektionen kommen konnte, ist nicht bis ins letzte Detail geklärt. Ein Verdachtsfall ging von einer Pflegekraft der Einrichtung aus. „Der Befund war später positiv“, heißt es aus dem Kreishaus.

Zu diesem Zeitpunkt hatte es bereits Kontakte zu Beschäftigten und Bewohnern gegeben. „Trotz umgesetzter Kontaktbeschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen gab es Infektionen in der Einrichtung“, sagt die Kreisverwaltung über die Ausbreitung des Virus in der Pflege.

Corona in der Pflege: Auch Mitarbeiter vom ambulanten Pflegedienst wurden auf das Virus getestet

Zu der Herzberger Einrichtung gehört auch ein ambulanter Pflegedienst. Dessen Mitarbeiter wurden inzwischen alle auf Corona getestet. Bei fünf Personen war der Befund positiv. Deshalb werden nun alle 162 vom ambulanten Pflegedienst betreuten Personen ebenfalls auf Corona getestet.

Das organisiert die Kassenärztliche Vereinigung. Allerdings liegen Ergebnisse bislang noch nicht vor. „Die verbliebenen Pflegekräfte wurden mit Schutzausstattung versorgt, um ein Infektionsrisiko zu minimieren. Zudem wird das Personal des betroffenen Pflegedienstes sukzessive ausgetauscht“, so die Kreisverwaltung. Das wird ebenfalls vom Krisenstab organisiert.

Corona in der Pflege: Lücken in der Betreuung und Versorgung sollen geschlossen werden

Einige Pflegedienste haben unterdessen bereits Unterstützung zugesagt, andere wurden bereits angesprochen. „Eventuelle Lücken in der Betreuung und Versorgung werden notfalls übergangsweise durch Kräfte aus den Katastrophenschutzeinheiten des Landkreises geschlossen“, macht die Kreisverwaltung deutlich.

von Bernd Schlegel

Corona in Niedersachsen - Trotz Aufnahmestopp: Infektionen in weiteren Altenheimen. Alle weiteren Neuigkeiten finden Sie ebenfalls im Niedersachsen-Ticker zu Corona.

Alle Infos zu Corona in Göttingen gibt es im HNA-Ticker. Corona in Göttingen: Kulturszene besonders stark betroffen - Veranstalter bangen um ihre Existenz.

Das Coronavirus legt alles lahm – die Menschen bleiben zu Hause. Damit fehlen Restaurants nicht nur die Einnahmen, sie haben auch noch die Kühlräume voller verderblicher Ware. Macht (fast) nichts, dann kocht man halt gratis.

Von Bernd Schlegel 

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