Projekt für Privathäuser

Landkreis Göttingen unterstützt die Altbau-Sanierung

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Termin am Vorzeigeobjekt in Herzberg: In der Juesholzstraße wurde das Vierfamilienhaus Kern in den Rohbauzustand zurückversetzt. Jetzt wird alles erneuert. Dazu zählt eine starke Dämmung. Das Foto zeigt (von links) Gregor Bringmann, Andreas Kern, Frieder Kern, Christel Wemheuer, Aaron Fraeter und André Heyder. 

Göttingen/Herzberg. Der Fördertopf des Landkreises Göttingen für energetische Sanierungen an Privathäusern ist mit 150.000 Euro nicht gerade prall gefüllt.

„Unser Ziel ist es, mit gewissen finanziellen Anreizen dafür zu sorgen, dass Hausbesitzer über mögliche Energie-Einsparungen nachdenken, dabei gleichzeitig etwas für den Umweltschutz und den eigenen Geldbeutel tun“, erläutert Göttingens Erste Kreisrätin Christel Wemheuer das Projekt.

Es gibt bundesweite und regionale Förderprogramm, die eins gemeinsam haben: Es müssen bestimmte energetische Anforderungen erfüllt werden, um davon profitieren zu können. Das Wichtigste vorweg: Das Haus muss vor dem 1. Februar 2002 gebaut worden sein, um ins Förderprogramm Altbausanierung des Landkreises aufgenommen zu werden.

Darunter fällt das Vierfamilienhaus der Familie Kern in der Herzberger Juesholzstraße. Das Objekt wurde vor 15 Jahren erworben. „Wir bekommen von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Darlehen über 200.000 Euro für 0,75 Prozent Zinsen und investieren weitere 100 000 Euro,“ beschreibt Frieder Kern sein Vorhaben. Vom Landkreis Göttingen kommen 4000 Euro oben drauf.

Das Haus wurde entkernt und in den Rohbauzustand zurückversetzt, beschreibt Architekt Gregor Bringmann die Vorgehensweise.

Alles erneuert

Am Fallbeispiel in Herzberg wird so ziemlich alles erneuert. Das Haus wird gedämmt, bekommt eine höchst effiziente Heizung und neue Fenster mit dem Ergebnis, dass am Ende bis zu 60 Prozent des bisherigen Energieaufwands gespart werden, erläutert Energieberater André Heyder. „Wir haben hier einen Idealfall“, so Heyder. Zusätzlich wird das Haus barrierefrei.

„Altbaubesitzer, die sich bei der Energieagentur Region Göttingen melden, bekommen als erstes eine intensive Beratung von unabhängigen Fachleuten“, sagt Aaron Fraeter von der Agentur. Dabei werde alles untersucht. Dann würden Empfehlungen von der Heizung und Dämmung bis zur Photovoltaik-Anlage ausgesprochen. „Da es eine Förderung bereits dafür gibt, kostet Hausbesitzern diese Beratung lediglich 20 Euro.“

Fachfirmen einsetzen

„Sollte anschließend eine Sanierung in Angriff genommen werden, setzen wir dabei auf die qualitativ hochwertige Arbeit von Fachfirmen“, lautet die Bedingung des Landkreises, sagt Christel Wemheuer. Eigenarbeit werde dabei nicht akzeptiert. Die Erste Kreisrätin hofft, dass mit diesem Förderprogramm auch Interessenten im ehemaligen Landkreis Osterode gefunden werden. Dort sei die Nachfrage im Gegensatz zum Göttinger Umfeld aktuell noch gering.

Kontakt: Energieagentur Region Göttingen, Berliner Straße 4, Tel. 0551/37 07 49 80. Weitere Infos gibt es hier.

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