Freude über erfolgreiche Zertifizierung

Landkreis Göttingen ist fahrradfreundliche Kommune

Fahrradfreundliche Kommune: Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU, rechts) überreicht die Zertifizierungsurkunde an Erste Kreisrätin Christel Wemheuer (links) und Sissi Karnehm-Wolf.
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Fahrradfreundliche Kommune: Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU, rechts) überreicht die Zertifizierungsurkunde an Erste Kreisrätin Christel Wemheuer (links) und Sissi Karnehm-Wolf.

Der Landkreis Göttingen ist „Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen“ für den Zeitraum 2021 bis 2025. Das hat eine Expertenjury nach einem intensivem Zertifizierungsverfahrens entschieden.

Göttingen – Niedersachsens Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU) überreichte die Urkunde während der Fachtagung „Fahrradland Niedersachsen/Bremen“ in Hannover an Erste Kreisrätin Christel Wemheuer und Sissi Karnehm-Wolf vom Team Radverkehr der Kreisverwaltung.

Niedersachsens Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann (CDU) macht deutlich: „Die Förderung des Radverkehrs hat im Landkreis Göttingen einen sehr hohen Stellenwert. Vom Landkreis aus werden die Ideen und Konzepte rund um den Radverkehr in den Kommunen koordiniert und ihre Arbeit vor Ort durch Förderprogramme unterstützt.“ Der Landkreis habe die Zertifizierung als Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen „voll und ganz“ verdient.

„Die Zertifizierung ist eine Bestätigung für die jahrelange Anstrengung bei Ausbau und Förderung des Radverkehrs im Landkreis Göttingen“, sagte Erste Kreisrätin Wemheuer. Das sei durch die Expertenjury bestätigt worden. Die Radverkehrsförderung besitze einen zentralen Stellenwert im Denken und Handeln der Verwaltung. Der Landkreis verstehe sich als Ideengeber und Koordinierungsstelle für kreisangehörige Kommunen und sei Motor der kreisweiten Radverkehrsförderung.

Wörtlich heißt es in der Stellungnahme der Bewertungskommission, der Vertreter verschiedener Organisationen angehören: „Die Jury beeindruckte ganz besonders das Engagement, mit dem der Radverkehr im Landkreis Göttingen vorangetrieben wird. Diese Radaffinität ist bis in die Verwaltungsspitze hinein erkennbar.“

Die Experten sehen aber auch Herausforderungen. So seien nur etwa 20 Prozent der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen mit getrennten Radwegen ausgestattet. Deshalb stelle die Schaffung von „straßenbegleitenden Radwegen“ außerorts eine wichtige Aufgabe dar.

Das Zertifizierungsverfahren war aufwendig und fordernd, so Wemheuer. Viele Beteiligte wirkten in den vergangenen Jahren an den Dokumentationen, Recherchen, der Beantwortung von Fragen und Erläuterungen der Maßnahmen mit. Wemheuer dankte dem Team in der Kreisverwaltung und den Partnern in den Gemeinden und bei den Verbänden.

Gleichzeitig macht sie deutlich: „Der Titel Fahrradfreundliche Kommune ist für uns Lohn und Aufforderung zugleich. Wir haben noch einiges vor.“ Dazu verweist die Erste Kreisrätin auf den „Masterplan Zukunftsfähiger Radverkehr“ des Landkreises.

Die Zertifizierung „Fahrradfreundliche Kommune Niedersachsen“ ist eine Auszeichnung des Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Sie wird seit dem Jahr 2016 an Kommunen verliehen.

Voraussetzung für die Zertifizierung ist, dass der jeweilige Kreis oder die Stadt Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen Niedersachsen/Bremen (AGFK) ist. Der Landkreis Göttingen ist AGFK-Gründungsmitglied. Der Kreis ist intensiv in dieses Netzwerk eingebunden und profitiert von den fachlichen Anregungen. Die Runde umfasst mittlerweile 57 Mitgliedskommunen in Niedersachsen und Bremen.

Von Bernd Schlegel

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