Reuter schaltet sich in Diskussion ein

Landrat: Beim Thema Parken an Gäste denken

Bleiben die Parkplätze auf dem Albaniplatz in Göttingen erhalten? Darum ist eine Diskussion entbrannt.
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Bleiben die Parkplätze auf dem Albaniplatz in Göttingen erhalten? Darum ist eine Diskussion entbrannt.

In die Diskussion über Parkraummanagement und innenstadtnahe Stellplätze am Albaniplatz in Göttingen schaltet sich jetzt Landrat Bernhard Reuter (SPD) ein.

Göttingen – Er mahnt an, bei diesem Thema die Besucher aus dem Kreisgebiet nicht aus den Augen zu verlieren. Aus seiner Sicht werden kulturelle Angebote, wie Veranstaltungen des Deutschen Theaters (DT) oder Konzerte des Göttinger Symphonie Orchesters (GSO) in der Stadthalle, auch von vielen Bürgern aus umliegenden Gemeinden genutzt.

Ihr Anteil an den Besucher liegt bei rund einem Drittel. „Wir wollen kulturelle Angebote für die Kreisbevölkerung, deshalb beteiligt sich der Landkreis in Millionenhöhe an der Finanzierung von DT und GSO“, macht Landrat Reuter deutlich.

Er fügt hinzu: „Den Wegfall von Parkflächen sehe ich sehr kritisch. Ich rate dringend an, das nur zu tun, wenn geeignete zusätzliche Parkplätze im Nahbereich der Stadthalle, des Deutschen Theaters und der Innenstadt geschaffen werden.“

Um die Zukunft der Parkplätze am Albaniplatz in Göttingen war eine kontroverse Diskussion entbrannt – wir berichteten. SPD und Grüne im Stadtrat wollen diese Stellplätze nicht mehr. Der Verein Pro City, der die Händler in der Innenstadt vertritt, bezeichnet den möglichen Wegfall der Parkplätze als eine „Katastrophe“.

Landrat Reuter hält bei dem Thema eine realistische Betrachtung für erforderlich: „Die gute Erreichbarkeit der Spielstätten in Göttingen auch mit dem eigenen Auto ist für die Kreisbevölkerung, aber auch die Kultureinrichtungen entscheidend. Wenn das nicht möglich ist, fahren die Menschen lieber gleich ins Staatstheater nach Kassel mit Parkplatz unter dem Friedrichsplatz, nach Nordhausen, Hildesheim oder Hannover. Überall kann man unkompliziert parken. Das geht schneller und ist bequemer als komplizierte Lösungen.“

Die Stadt Göttingen habe in der Diskussion bislang nicht den Dialog mit dem Landkreis gesucht, machte Landrat Reuter im Kreistag auf eine Anfrage der CDU-Fraktion deutlich. Der Landkreis respektiere die Planungshoheit der Gemeinden. Dies gelte auch für die kreisangehörige Stadt Göttingen, die durch ihren Sonderstatus allerdings nicht der regionalen Raumordnung durch den Landkreis unterliege. Zugleich sei ein Dialog politisch wünschenswert und der Landkreis stehe für Beratung und Unterstützung zur Verfügung, fasst Landrat Reuter zusammen.

Unterdessen sieht die CDU im Stadtrat Diskussionsbedarf beim Thema Parkraumbewirtschaftung im Ostviertel: „Wir brauchen dringend einen fairen Interessensausgleich zwischen den Anwohnern im unteren Ostviertel, die zum Teil in der Tat unter einem hohen Parkdruck leiden, und den Arbeitnehmern, Schülern und Dienstleistungsanbietern, die auf die kostenfreien Parkplätze angewiesen sind“, so Carina Hermann, Vorsitzende des CDU Stadtverbandes Göttingen. (bsc)

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