Landrat Reuter will A7-Konferenz zu Unfällen und Staus

Die häufigen Unfälle auf der Autobahn 7 südlich von Göttingen und die Staubelastung auf den Umleitungsstrecken in der Region will Göttingens Landrat Bernhard Reuter zum Thema einer A7-Konferenz machen.

Das kündigte er beim Jahresempfang des Landkreises an.

Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies habe seinen Vorstoß begrüßt und die Unterstützung seines Ministeriums zugesagt. Die Situation auf dem Streckenabschnitt südlich von Göttingen sei unhaltbar, so Reuter. Fast täglich komme es auf dem Autobahnabschnitt zu schweren Unfällen mit Verletzten oder sogar Toten. „Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten sind stark belastet. Die Region ächzt unter den Staus auf den Umleitungsstrecken. So kann es nicht weiter gehen.“

Zu dem Treffen sollen Vertreter der Anlieger-Kommunen der A7 (Göttingen, Hann. Münden, Staufenberg, Friedland und Rosdorf), der Polizei, des Verkehrsministeriums und der Feuerwehren eingeladen werden. Klar sei, dass es keine Patentrezepte gebe, dämpfte Reuter die Erwartungen auf eine schnelle Lösung. Die A 7 sei eine Hauptverkehrsachse in topografisch schwierigem Gelände.

Themen der Konferenz sollen Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen sein sowie eine bessere Organisation der Umleitungen bei Sperrung der Autobahn.

Artikel aktualisiert am 12.5. um 15.30 Uhr.

Nach den jüngsten Unfällen verbunden mit chaotischen Zuständen auf den Umleitungsstrecken hatten die Stadt Hann. Münden und die Gemeinde Staufenberg gegenüber unserer Zeitung die Forderung nach einer weiträumigen Umleitung erhoben und einen runden Tisch mit ihnen und Vertretern der niedersächsischen und hessischen Verkehrsbehörden angeregt.

Im vergangenen Jahr haben sich auf den Autobahnen im Bereich der Polizeiinspektion Göttingen (A7 und A38) 842 Unfälle ereignet. Es gab 37 Schwerverletzte, drei Menschen starben.

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Rubriklistenbild: © dpa/Archiv

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