SPD-Politikerin besorgt über Verzögerung

Landtagsabgeordnete Andretta sieht UMG und Versorgung bedroht - Sie fordert keine weiteren Verzögerungen

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Schon vor zwei Jahren wurde das Baufeld für das künftige Bettenhaus I und das OP-Zentrum an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) vorbereitet. Der Baustart verzögert sich weiter.

Weitere Verzögerungen des Baubeginns für den Neubau hätten unübersehbare Folgen für die Funktionsfähigkeit der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Göttingen – Das sagt die Göttinger Landtagsabgeordnete Dr. Gabriele Andretta (SPD).

Die Landtagsvizepräsidentin ist besorgt über die aktuell über die Dachgesellschaft und das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) in Hannover öffentlich gewordene Verzögerung.

„Die zügige Umsetzung der ersten Baustufe – Bettenhaus sowie OP-Zentrum mit Notaufnahme – ist absolut notwendig, um die Funktionsfähigkeit des Klinikums sicherzustellen“, betont Andretta, die zuspitzt: „Es steht viel auf dem Spiel: Die UMG ist in Südniedersachsen einziger Maximalversorger und damit existenziell für die Krankenversorgung, mit 8000 Beschäftigten ist sie der größte Arbeitgeber unserer Region“.

Gabriele Andretta (SPD)

Die Entscheidung des Landes, die UMG neu zu bauen und dafür ein Sondervermögen einzurichten, sei damals zukunftsweisend gewesen. Allen Beteiligten sei klar gewesen, dass es keine Blaupause für die Planung einer so großen Baumaßnahme gebe, das gewählte Vergabeverfahren sei zwischen UMG und Land abgestimmt gewesen.

Andretta fordert, dass die nun zwischen UMG und der Dachgesellschaft/Wissenschaftsministerium aufgetretenen Differenzen in der Bewertung der Rechtssicherheit des Vergabeverfahrens sowie der Kosten der Baumaßnahme schnell geklärt werden müssten. Die Dachgesellschaft drohe ansonsten zum Bremsklotz des Neubauvorhabens zu werden, findet Andretta klare Worte.

„Jede weitere Verzögerung heißt auch weitere Baukostensteigerung sowie weitere Kosten für die Aufrechterhaltung der maroden Infrastruktur des Klinikums – soweit überhaupt möglich.

„Ich werde mich in Hannover dafür einsetzen, dass die Mittel für die erste Baustufe zügig freigegeben werden,“ kündigte die erfahrende Landepolitikerin an. 

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