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Acht Abgeordnete für Göttingen: Stimmen zum Wahlausgang aus der Uni-Stadt

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Von: Raphael Digiacomo, Thomas Kopietz, Stefan Rampfel, Clara Veiga Pinto, Bernd Schlegel

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Die Bürgerinnen und Bürger in Niedersachsen haben den Landtag gewählt. Acht Abgeordnete vertreten zukünftig Stadt und Landkreis Göttingen in Hannover.

Göttingen – Insgesamt acht Abgeordnete vertreten zukünftig Stadt und Landkreis Göttingen im Landtag Niedersachsen in Hannover. Über die Landeslisten ziehen Carina Hermann (CDU), Pippa Schneider (Grüne) und Michael Lühmann (Grüne) ein.

Die Direktmandate holten Marie Kollenrott (Wahlkreis Göttingen-Stadt, Grüne), Gerd Hujahn (Göttingen/Münden, SPD), Christian Frölich (CDU, Duderstadt) und Alexander Saade (SPD, Harz) sowie der Northeimer Sebastian Penno (SPD), der für Adelebsen gewählt wurde.

Landtagswahl Niedersachsen 2022: Acht Abgeordnete für Göttingen – Stimmen zum Wahlausgang

Landtagswahl Niedersachsen 2022: Acht Abgeordnete vertreten zukünftig Stadt und Landkreis Göttingen in Hannover.
Landtagswahl Niedersachsen 2022: Acht Abgeordnete vertreten zukünftig Stadt und Landkreis Göttingen in Hannover. (Archivbild) © Julian Stratenschulte/dpa

Wir haben Stimmen zum Ausgang der Wahl aus Göttingen und dem Kreisgebiet zusammengestellt.

Göttinger Grüne Marie Kollenrott holt das Direktmandat im Wahlkreis Göttingen-Stadt

Marie Kollenrott (Grüne) Siegerin Wahlkreis Göttingen
Marie Kollenrott (Grüne) ist Siegerin im Wahlkreis Göttingen. © Privat

Marie Kollenrott (Grüne) holte das Direktmandat im Wahlkreis Göttingen-Stadt: „Auf Landesebene haben wir das historisch beste Ergebnis erreicht, obwohl wir uns ein wenig mehr erwartet hatten. Mit der SPD haben wir eine Mehrheit im künftigen Landtag.“

Bestürzt ist Kollenrott über das Ergebnis der AfD. Das sei Motivation, noch stärker gegen die Rechten zu agieren. „Wir freuen uns beide, Grüne und SPD, über ein starkes Ergebnis, das Rot-Grün in Hannover möglich macht.“

Göttinger Christdemokratin Carina Hermann zieht über die Landesliste ins Landesparlament ein

Carina Hermann (CDU) Einzug über Landesliste
Carina Hermann (CDU) Einzug über Landesliste © Privat

Carina Hermann (CDU): Die Bewerberin aus dem Wahlkreis 16 (Stadt Göttingen) zieht über die Landesliste ihrer Partei ins Landesparlament ein. „Ich freue mich, dass ich in den Landtag über einen guten Landeslistenplatz einziehen kann, für den ich den in Hannover lange gekämpft habe“, sagt Hermann.

Sie ist traurig, dass die CDU insgesamt als Mannschaft verloren hat. Gleichzeitig ist aber sie glücklich, dass sie mit dem Landesmandat gleichsam ein Tor geschossen hat. Hermann will sich weiterhin für ihre Projekte, unter anderem die Sanierung des Deutschen Theaters sowie eine bessere Bildungspolitik, einsetzen.

SPD-Kandidatin Karola Margraf zeigt sich enttäuscht über den Wahlausgang

Karola Margraf (SPD) verpasst das Mandat
Karola Margraf (SPD) verpasst das Mandat. © Schlegel, Bernd

Karola Margraf (SPD), die gegen Marie Kollenrott den Kampf um das Direktmandat im Wahlkreis 16 (Stadt Göttingen) verloren hat, sagt: „Ich bin traurig und enttäuscht über den Wahlausgang. Ich hatte mir ein anderes Ergebnis gewünscht. Der nahe Kontakt zu den Bürgern hat mir die Hoffnung gegeben, es am Ende doch zu schaffen“, sagt Margraf.

„Ich gratuliere Marie Kollenrott zum Wahlsieg. Bürgerwille ist, dass sie für Göttingen nach Hannover geht.“ Die kleine Hoffnung, dass sie noch über die Landesliste einzieht, zerschlug sich in der Nacht zum Montag. Deshalb wird sie am Dienstag wieder an ihrem Arbeitsplatz beim Karriereberatungsbüro der Bundeswehr sitzen.

Göttinger Grüne Pippa Schneider zieht über die Landesliste in den Landtag ein

Pippa Schneider (Grüne) Einzug über Landesliste
Pippa Schneider (Grüne) zieht über die Landesliste in den Landtag ein. © Privat

Pippa Schneider (Grüne) hatte schon vor kurzem den Vorsitz des Allgemeinen Studierenden Ausschusses der Uni Göttingen niedergelegt. Jetzt kann sie sich voll auf die Politik konzentrieren, denn sie zog über die Landesliste ins Parlament in Hannover ein.

Dort will sie sich unter anderem für eine neue Landesgesellschaft für „Wohnen und Klimaschutz“ einsetzen. „Der Markt regelt es nicht“, macht sie deutlich.

Christian Frölich sichert der CDU einen Sieg im Wahlkreis Duderstadt

Christian Frölich (CDU) Sieger Wahlkreis Duderstadt
Christian Frölich (CDU) ist Sieger im Wahlkreis Duderstadt. © FotoStube Hornig

Christian Frölich (CDU) geht mit Rückwind in seine neue Aufgabe als Abgeordneter in Hannover, denn er hat das Direktmandat im Wahlkreis Duderstadt geholt. Wichtigstes Ziel seines Engagements in der Opposition wird die Gleichstellung von Dualer Ausbildung und Studium sein, um dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Die Linke holt in Göttingen ein „ordentliches Ergebnis“ aber Thomas Goes verpasst Mandat

Thomas Goes (Linke) verpasst das Mandat
Thomas Goes (Linke) verpasst das Mandat. © Schlegel, Bernd

Thomas Goes (Die Linke): Ordentliches Ergebnis: „7,26 Prozent in Göttingen sind ein ordentliches Ergebnis – auch wenn wir auch in der Uni-Stadt mit dem Landestrend verloren haben“, sagt Thomas Goes, Kandidat der Linkspartei über sein persönliches Abschneiden. Goes freut sich über stabile Ergebnisse im Bereich Egelsberg und Weststadt.

„Wir haben in Südniedersachsen einen ordentlichen Wahlkampf gemacht. Wir haben aufgrund der Kommunikationspannen unserer Bundestagsfraktion verloren, und es erneut nicht ins Parlament geschafft“, analysiert Goes. Insbesondere der Auftritt von Sahra Wagenknecht habe aus Sicht von Goes zur Verunsicherung der Wählerschaft geführt.

Göttinger FDP-Kandidat Patrick Thegeder erlebt ernüchternden Abend

Patrick Thegeder (FDP) verpasst das Mandat
Patrick Thegeder (FDP) verpasst das Mandat. © Schlegel, Bernd

Patrick Thegeder (FDP): Für ihn und seine Partei war es ein ernüchternder Abend. Die FDP blieb unter der Fünf-Prozent-Marke und Thegeders persönliches Wahlergebnis (4,37 Prozent) fiel ebenfalls niedrig aus. Doch mit einem Einzug in den Landtag habe er sowieso nicht gerechnet.

„Dafür bräuchte ich um die 14 Prozent. Das ist unwahrscheinlich, wenn die FDP keine 5 Prozent hat“, sagte er am Wahlabend. „Für einen Liberalen ist Göttingen ein extrem schwieriges Feld. Ich hatte gehofft, dass ich mich inhaltlich absetzte und so ein besseres Ergebnis erzielen kann“, sagte er zum Wahlausgang.

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