Erntebilanz liegt vor

Landvolk Göttingen: Der Raps ist das Sorgenkind

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Die Raps-Ernte war im Landkreis Göttingen schlechter als erwartet. (Symbolbild)

Landkreis Göttingen – Die Landwirte im Landkreis Göttingen sind mit der aktuellen Ernte insgesamt zufrieden. Sorgen macht der Raps.

Zwar ist im laufenden Jahr deutlich zu wenig Regen gefallen. „Aber wir hatten Glück, denn bei uns gab es immer mal wieder etwas Regen, der uns richtig geholfen hat“, sagt Achim Hübner. In Südniedersachsen ist die Lage deutlich besser als im übrigen Land. „Wir haben tatsächlich keinen Grund, über die Mengenerträge zu klagen“, sagt der Landvolk-Geschäftsführer. Insgesamt liegt der Ertrag nach aktuellen Zahlen etwa im langjährigen Durchschnitt. Das gilt für die meisten Feldfrüchte.

Schlechter als erwartet war die Raps-Ernte. „Wir hatten aufgrund der guten Pflanzenstände eine hohe Ertragserwartung. Am Ende kam aber weniger raus.“ Raps wird auf zehn bis 15 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche von 59 000 Hektar im Landkreis Göttingen angebaut. „Viele Landwirte bauen weniger Raps an, weil viele Insektizide nicht mehr verwendet werden dürfen.“ Hübner befürchtet, dass der Rapsanbau noch weiter zurückgehen wird.

Geschäftsführer des Landvolk-Kreisverbandes Göttingen: Achim Hübner.

Besser als erwartet fiel die Gersten-Ernte aus. Diese Getreideart wird ebenfalls auf zehn bis 15 Prozent der Gesamtfläche angebaut. „Unsere Gerste wird im Wesentlichen zu Futtergetreide verarbeitet, und der Ertrag war diesmal leicht über dem langjährigen Schnitt.“

Wichtigste Frucht ist weiterhin der Winterweizen, der auf 40 bis 50 Prozent aller Ackerflächen angebaut wird. „Die Qualität war nicht optimal, weil in der Kornfüllungsphase zu wenig Wasser vorhanden war.“ Die Folge: Ein Gutteil der Ernte kann nur zu Futterweizen werden.

Gut sieht es für den Mais und die Zuckerrüben aus: „Beide Pflanzenarten, die erst im Herbst geerntet werden, stehen prächtig auf den Feldern“, sagt Hübner. Er hofft, dass sich angesichts der schlechten Ernten in Nord-Niedersachsen noch die Preise erhöhen. „Dann könnten unsere Landwirte gutes Geld verdienen.“

Blühstreifen-Programm läuft weiter

Nach wie vor läuft das Blühstreifen-Programm des Landvolks. Dabei bekommen die Landwirte 15 Cent pro Quadratmeter für die Anlage der Flächen an den Acker. Finanziert wird das Projekt aus Spenden. Dabei kamen von mehr als 100 Spendern etwa 15 000 Euro zusammen. „Wir zahlen an die Landwirte auch erst nach Sichtprüfung aus“, sagt Hübner über das Projekt, das von 30 Landwirten an mehr als 50 Standorten realisiert wird und auch 2020 weiterlaufen soll.

Weitere Infos zum Landvolk-Kreisverband Göttingen gibt es hier.

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