Nachfolgerin ist Katharina Peters

Nach 31 Jahren am DPZ ist Schluss: Langzeit-Geschäftsführer Lankeit geht

Ruf als Baumeister zementiert: Michael Lankeit (rechts) wirkte maßgeblich am Ausbau des DPZ mit. Hier bei der Grundsteinlegung eines neuen MRT-Gebäudes mit Ex-Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel, Stefan Treue, Ex-Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und Dr. Axel Kollatschny.
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Ruf als Baumeister zementiert: Michael Lankeit (rechts) wirkte maßgeblich am Ausbau des DPZ mit. Hier bei der Grundsteinlegung eines neuen MRT-Gebäudes mit Ex-Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel, Stefan Treue, Ex-Oberbürgermeister Wolfgang Meyer und Dr. Axel Kollatschny.

Wechsel am Deutschen Primatenzentrum (DPZ): Michael Lankeit geht nach 31 Jahren als administrativer Geschäftsführer in den Ruhestand – und wird von Katharina Peters (50) abgelöst.

  • Der langjährige Leiter des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) in Göttingen, Michael Lankeit, hejt in den Ruhestand
  • Lankeit war 31 als Geschäftsführer tätig und maßgeblich an Bauvorhaben des DPZ beteiligt
  • Unter Lankeit wuchs die Zahl der DPZ-Mitarbeiter von 120 auf mehr als 400

Göttingen – Dabei wollte der heute 69-Jährige Lankeit zunächst nur zehn bis 15 Jahre bleiben, wie er 2017 anlässlich des DPZ-Jubiläums in einem HNA-Interview gesagt hatte. So wurden es eben locker zwei Jahrzehnte mehr für den bei öffentlichen Veranstaltungen stets zurückhaltend agierenden Lankeit. Jahrzehnte, in denen er die Entwicklung des DPZ maßgeblich mit bestimmt, ja geprägt hat – zusammen mit dem Direktor, wissenschaftlichen Geschäftsführer und herausragendem Wissenschaftler Stefan Treue, der übrigens auch schon seit 2001 ein DPZ´ler ist.

Das Duo Treue und Lankeit hat so miterlebt, wie sich am einst noch weitaus dünner bebauten Nordbereich viel entwickelt hat, der auch namentlich zum Nordcampus und zur Heimstätte für einige Uni-Institute, Max-Planck-Institute und sowie für ausgegliederte Unternehmen wurde. Das DPZ ritt mit auf dieser Expansionswelle im Göttinger Norden – es ist in der Ära Lankeit mächtig gewachsen.

DPZ-Geschäftsführer geht in Ruhestand: Spitzen-Forschung in vielen Bereichen

Im Oktober 1989 war Michael Lankeit mit Frau und drei Kindern aus dem Rheinland gekommen, wo der Jurist in Bonn als Referent im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) arbeitete, zuständig für Personalangelegenheiten der Forschungseinrichtungen. Dorthin wollte er wechseln, bewarb sich und bekam den Job, wurde DPZ-Geschäftsführer. Heute ist Lankeit „heilfroh darüber, dass er so lange am PDZ geblieben ist, denn er lebt gerne in Südniedersachsen und die Arbeit war nie langweilig: „Es passieren immer wieder neue Dinge, es wird nie langweilig“, sagt Lankeit noch im Präsens. „Ich bin stolz darauf, wie sich das DPZ entwickelt hat, wir sind in vielen Bereichen unserer Forschung Weltspitze und setzen Standards im Tierschutz“. Grund fürs Bleiben war für den Langzeit-Geschäftsführer Lankeit stets auch die gelebte Teamarbeit: „Ich war es nie alleine, der Erfolg des Instituts ist getragen von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“

Jüngster Gebäudeneubau: Unter der Regie von Geschäftsführer Michael Lankeit wurde auch das Mehrzweckgebäude inklusive Hörsaal gebaut.

Wie gesagt, das DPZ wuchs unter „Baumeister“ Lankeit – personell von 120 auf mehr als 400 Mitarbeiter und zwangsläufig auch baulich: Sechs Gebäude wurden errichtet und eingeweiht, darunter Bürogebäude, Häuser für die Haltung und Zucht von Affen, schließlich ein Bildgebungszentrum und ein – architektonisch herausragendes – Multifunktionsgebäude samt Hörsaal.

DPZ-Geschäftsführer geht in Ruhestand: Vernetzung mit der Uni

Einher damit ging die wissenschaftliche Weiterentwicklung und die Vernetzung mit der Uni, die sowohl Lankeit als auch Treue immer wieder herausstreichen: „Wir sind hier oben sehr gut eingebettet zwischen Universitätseinrichtungen und Max-Planck-Instituten, die Wege sind kurz“, sagte Stefan Treue im Interview. So gibt es viele Kooperationen am Göttingen Campus.

Michael Lankeit hat seinen Anteil daran. Zum Abschied kleidet das Rüdiger Eichel aus dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) und DPZ-Aufsichtsratsvorsitzender in Worte: „Lankeit hat einen Schritt vom Verwaltungsjurist in der Ministerialbürokratie zum Gestaltungsjurist am DPZ gemacht.“ Diese Rolle habe er mit Bravur, Elan und mit nimmermüdem Interesse für das DPZ und dessen Belange umgesetzt. Stefan Treue geht weiter: Lankeit habe dem DPZ „einen gemeinsamen Spirit gegeben, indem er immer deutlich gemacht habe, dass es sich lohnt, für dieses Institut begeistert zu sein.“

DPZ-Geschäftsführer geht in Ruhestand: Katharina Peters Nachfolgerin

Auf Lankeit folgt die promovierte Verwaltungs- und Organisationssoziologin Katharina Peters (50). Eines ist gewiss – so lange wie Michael Lankeit wird sie die Position nicht bekleiden (können). 31 Jahre sind lang, vor allem, wenn man viel kürzer bleiben wollte.

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