Christoph 44 am Uniklinikum Göttingen bisher nicht betroffen

Laserpointer gefährden Rettungsflieger - Luftwacht fordert Verbot

Einsatz an der Autobahn 7: Der am Uni-Klinikum in Göttingen stationierte Helikopter Christoph 44 der Deutschen Rettungsflugwacht startete 2014 zu mehr als 1300 Einsätzen. Foto: nh

Göttingen/Filderstadt. Die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) unterstützt eine geplante Bundesratsinitiative des Landes Baden-Württemberg für ein Verkaufsverbot von Laserpointern.

Im Flugbetrieb komme es immer wieder zu Störungen durch rücksichtslose Menschen, die mit ihren Laserpointern die Piloten der Rettungshelikopter anvisierten, teilte die DRF mit Sitz in Filderstadt bei Stuttgart am Donnerstag mit.

„Angriffe mit Laserprodukten sind kein Dumme-Jungen-Streich, sondern stellen einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr dar“, sagte Vorstand Steffen Lutz. Im Norden ist die Deutsche Rettungsflugwacht unter anderem in Hannover, in Bremen und in Göttingen beheimatet, wo der Rettungshubschrauber Christoph 44 am Universitätsklinikum seine Basis hat.

Dort hat es nach Aussage eines Mitarbeiters noch keine Laser-Attacken auf Piloten der Maschine gegeben. Mann wisse aber über Belästigungen. Vorteil in Göttingen: Christoph 44 startet und landet nur bei Tageslicht, kommt nur gelegentlich von Einsätzen in der Dämmerung zurück. Das schützt die Helikopterpiloten. Andernorts, wie in Hannover, wird auch nachts geflogen. Gefährdungen mit Laser-Pointern sind dann in der Dunkelheit eher möglich.

Christoph 44 startete von seiner jüngst für viel Geld sanierten Basis an der Nordseite des Klinikums 2014 zu 1378 Einsätzen. Sein Einsatzgebiet umfasst die Leitstellenbereiche Göttingen, Northeim, Osterode sowie Kassel, Holzminden, Höxter, Eichsfeld und Werra Meißner.

Bundesweit verfügen die Luftretter über 28 Standorte. Von dort erfolgen nach eigenen Angaben jährlich Hubschrauber zu etwa 35.000 Einsätzen, um Notfallpatienten zu retten oder für dringende Patiententransporte zwischen Kliniken. Zudem sorge die DRF mit Ambulanzflugzeugen für weltweite Rückholung von Verletzten oder Erkrankten. (tko)

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