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Sparkasse und Stadt Göttingen sponsern Lastenräder zum kostenlosen Ausleihen

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Von: Michael Caspar

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Die Sponsoren der neuen E-Bikes: Frank Wiegelmann, Michael Neugebauer, Petra Broistedt und Ines Dietze (v. l.).
Die Sponsoren der neuen E-Bikes: Frank Wiegelmann, Michael Neugebauer, Petra Broistedt und Ines Dietze (v. l.). © Michael Caspar

Zwei weitere Elektro-Lastenräder lassen sich in Göttingen nun kostenlos im Internet unter leila.bike buchen. Stadt und Sparkasse Göttingen machen es möglich.

Göttingen – Sparkasse und Stadt haben die beiden Elektro-Lastenräder gesponsert. Stadtwerke und Verkehrsbetriebe übernehmen die Betriebskosten.

„Ständig ausgebucht sind die bereits vorhandenen zwei Elektro-Räder, mit denen sich Lasten von bis zu 90 Kilogramm transportieren lassen“, berichtet Siegfried Lieske vom achtköpfigen, 2018 gegründeten Arbeitskreis Leih-Lastenräder (Leila) im Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club. Jeweils für einen bis drei Tage lassen sich die Räder ausleihen, so Göttingens ehemaliger Dezernent für Personal, Schule und Jugend.

Genutzt werden die E-Bikes für den Transport schwerer Güter, etwa Getränkekisten, aber auch für Familienausflüge, weiß Lieske. Sie stehen in der Innenstadt beim Kundenzentrum der Göttinger Verkehrsbetriebe, Groner Straße 40, sowie beim Geschäft Unterwegs, Rote Straße 31. Jeweils ein weiteres Rad kann in Geismar bei der Firma Raumklima, Hauptstraße 39a, sowie in der Weststadt bei Edekea Benseler, Königsallee 249, abgeholt werden.

„Nutzer müssen sich auf der Internetseite registrieren und können die Räder dann dort vorbestellen“, erläutert Florian Jordan, der die Seite betreut. Sie erhalten ein Codewort, müssen ein Ausleihform unterschreiben und nehmen dann an der Station nach Vorzeigen ihres Personalausweises das 6.000 Euro teure Rad mit.

Paten warten die Räder alle 14 Tage. „Wir kontrollieren sie auf Verkehrssicherung und Funktionstüchtigkeit, schauen ob Bremsen, Schaltung und Lenkung in Ordnung sind, prüfen die Front- und Heckstrahler“, führt Bernd Elweshausen aus. Größere Reparaturen übernimmt die ADFC-Werkstatt an der Güterbahnhofstraße 9.

Stadt will das Auto fahren in Göttingen „unbequemer“ machen

Die Betriebskosten belaufen sich pro Rad auf jährlich 750 Euro. „Die Stadt Göttingen will mit dem Projekt einen Beitrag zur Verkehrswende leisten“, erklärt Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD). Die Göttinger sollen häufiger das Rad benutzen. Zugleich will die Stadt das Autofahren „unbequemer“ machen, damit Göttingen seine Klimaziele erreicht und weniger Parkraum benötigt wird, betont Broistedt.

Die Sparkasse unterstützt das, erklärt die Vorstandsvorsitzende, Ines Dietze. Als „sinnvolle Ergänzung“ zum Bus betrachten die Verkehrsbetriebe Lastenräder, stellt GöVB-Geschäftsführer Michael Neugebauer klar. Die Stadtwerke wollen als Energieversorger einen Beitrag zur Verringerung des Verbrauchs fossiler Energieträger leisten, erläutert Stadtwerke-Vorstand Frank Wiegelmann.

Über die Internetseite leila.bike lassen sich in Göttingen auch Lastenräder der Städtischen Wohnungsbau (Leineberg), eines Fahrradhändlers (Merkelstraße) sowie Räder in Bovenden, Duderstadt, Osterode und Rosdorf kostenlos reservieren. (Michael Caspar)

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