Mit Überschall unterwegs

Lauter Knall in Göttingen: Tornado Kampf-Jet war die Ursache

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Göttingen. Viele Menschen zuckten am Donnerstag gegen 14.15 Uhr in Südniedersachsen und Göttingen zusammen: Ein Tornado Kampf-Jet der Bundeswehr hatte im Vorbeiflug für einen Überschallknall gesorgt, wie ein Sprecher der Luftwaffe auf Anfrage unserer Zeitung am Nachmittag mitteilte.

Der Tornado war auf dem Flug von Schleswig nach Manching in Bayern und befand sich in 11.900 Meter Höhe. Der Flug war angemeldet und zulässig. Abhängig von Temperatur und Wind kann die Breite des Schallkegels bis zu 80 Kilometer weit zu hören sein, erklärte der Bundeswehr-Sprecher. Bereits kurz nach dem Knall waren zahlreiche Anrufe bei der Polizei eingegangen.

Aktualisiert um 18.24 Uhr

Es wurden aber keine Schäden gemeldet. Auch die Feuerwehren im Landkreis Göttingen mussten nicht ausrücken. Nähert sich das Flugzeug der Schallgeschwindigkeit (Mach 1), kommt es durch den Luftdruck zu Stoßwellen an Teilen des Flugzeugs. Dadurch steigt der aerodynamische Widerstand (Winddruck) erheblich an, bis diese Grenze, bildhaft Schallmauer genannt, überwunden ist. Danach sinkt der Widerstand wieder ab.

Ist die Schallgeschwindigkeit überschritten, breitet sich – von der Flugzeugnase und den Tragflächen ausgehend – der sogenannte Machsche Kegel kegelförmig nach hinten aus. Trifft die Welle auf den Boden ist dort der Knall zu hören. (bsc/mtg/tko)

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