Leerstehendes Wohnheim in Göttingen ist weiter besetzt

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Das besetzte Gebäude am Fridtjof-Nansen-Weg in Göttingen: Hier waren bis vor einiger Zeit noch Teilnehmer an den Kursen des Goethe-Institutes untergebracht. Die Aktivisten verlangen nun, dass die Zimmer und Appartements an Flüchtlinge und Bedürftige vermietet werden.

Göttingen. Studierende und andere junge Menschen halten weiterhin ein leerstehendes Studentenwohnheim im Göttinger Ostviertel weiterhin besetzt.

„Mehrere Dutzend Menschen haben vergangene Nacht hier übernachtet“, sagte ein Sprecher der Aktivisten am Mittwoch. Die Besetzer fordern eine Nutzung des Gebäudes als Wohnraum für Flüchtlinge und andere Wohnungssuchende. Die Besetzung hatte am Montag begonnen.

Das Wohnheim und eine angrenzende Villa gehören der Stadt Göttingen und sind noch bis Ende Mai an das Goethe-Institut vermietet, das dort nach wie vor Kurse anbietet. Weil das Institut in ein neues Haus umzieht, wurde das Wohnheim schon vor mehreren Monaten geräumt. Die Stadtverwaltung will den gesamten Gebäudekomplex veräußern. Die Besetzer verlangen, dass der Verkauf gestoppt wird. Das besetzte Wohnheim verfüge über sieben abgeschlossene, voll ausgestattete Wohneinheiten mit Bad und Küche sowie 30 Einzel- und Doppelzimmer mit gemeinschaftlichen Sanitäranlagen.

Weitere Gespräche Stadtsprecher Dominik Kimyon sagte am Mittwoch, die Verwaltung habe noch nicht über ihr weiteres Vorgehen entschieden. Er kündigte Gespräche der Kommune mit dem Goethe-Institut und den Sicherheitsbehörden an. Bereits am Dienstag hatte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) mit den Besetzern diskutiert und die Verkaufsabsichten für die Immobilie bekräftigt. Außerdem will das Stadtoberhaupt mit Geflüchteten aus der Gemeinschaftsunterkunft Siekhöhe ins Gespräch kommen. (epd/bsc)

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