Rat lehnt mit großer Mehrheit Göttinger Golfplatz ab

Auf diesem Gelände sollte Golfplatz im Süden von Göttingen entstehen: Das Projekt ist vom Tisch. Luftbild: Rampfel

Göttingen. Der öffentliche Golfplatz südlich von Göttingen ist vom Tisch: Mit Mehrheit von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Piraten und der CDU/FDP-Gruppe hat der Stadtrat gegen die Stimmen der SPD entschieden, keine Golfplatzfläche im neu zu erstellenden Flächennutzungsplan auszuweisen.

Gleichwohl soll in den Ausschüssen für Bau und Umwelt noch einmal über das Thema Gesprochen werden. Gleichzeitig beschloss der Stadtrat mit der selben Mehrheitskonstellation die Entwicklung eines Grüngürtels, der von der ehemaligen Bauschuttdeponie im Osten bis nach Rosdorf reicht. Die Landwirtschaft solle in dem Bereich weiter betrieben werden, möglichst unter ökologischen Gesichtspunkten.

Die SPD, vertreten durch Sylvia Binkenstein, Tom Wedrins und Christian Henze, wollte sich dagegen die Optionen auf Entwicklungsoptionen „ohne“ Denkverbote“ offenhalten. Außerdem erinnerten sie dann, dass der Stadtrat im Januar einstimmig im Sportentwicklungskonzept für die Stadt beschlossen hatte, einen öffentlichen Golfplatz auszuweisen.

Aktualisiert um 10.05 Uhr

Die Gegner des Golfplatze sagten, unter anderem dass keine Elitesportart gefördert werden dürfe, so die Ansicht Patrick Humpe (Die Linke). Dr. Hans-Georg Scherer (CDU) sagte, der Standort sei nicht geeignet. Sylvia Binkenstein (SPD) sagte, wertvollste Ackerfläche dürfe dafür nicht geopfert werden.

Am Ende der Debatte überreichten Hans-Heinrich Dörrie und Matthias Siebner von der Bürgerinitiative gegen den Golfsplatz etwa 6500 Unterschriften gegen den Platz an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. (zhp)

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