Projekt mit mehreren Partner

„LernRäume“ für benachteiligte Schüler in Göttingen: Zusammen Chancen schaffen

Beim Bilanzgespräch: (stehend von links) Hildgund Broda (Vorstand Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis), Christian Westensee (Koordinator BBS I Arnoldi-Schule), Hans-Joachim Merrem (Kirchenvorstandsvorsitzender Stephanusgemeinde), Marcel Riethig (Schuldezernent), Rainer Wiemann (Schulleiter BBS I Arnoldi-Schule) und (sitzend von links) Darja Elster (Klassenlehrerin im Sprint-Bereich der BBS I Arnoldi-Schule), Lars Willmann (Quartiersarbeit) und Felipe Lasso (Schüler).
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Beim Bilanzgespräch: (stehend von links) Hildgund Broda (Vorstand Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreis), Christian Westensee (Koordinator BBS I Arnoldi-Schule), Hans-Joachim Merrem (Kirchenvorstandsvorsitzender Stephanusgemeinde), Marcel Riethig (Schuldezernent), Rainer Wiemann (Schulleiter BBS I Arnoldi-Schule) und (sitzend von links) Darja Elster (Klassenlehrerin im Sprint-Bereich der BBS I Arnoldi-Schule), Lars Willmann (Quartiersarbeit) und Felipe Lasso (Schüler).

In der Corona-Pandemie gehörten das Arbeiten und der Unterricht zuhause zum Alltag. Dadurch bestand aber auch die Gefahr, den Kontakt zu den Jugendlichen zu verlieren, sagt Christian Westensee, Koordinator und Abteilungsleiter an der BBS I Arnoldi-Schule.

Göttingen – Das sei besonders für Schüler, die mehr Unterstützung brauchen oder zuhause nicht die technischen Möglichkeiten für das Distanzlernen haben, schwierig gewesen.

Deshalb ist das Projekt LernRäume entstanden. In Göttingen arbeiten dabei BBS 1 Arnoldi-Schule, Landkreis, Kirchen und der SC Hainberg zusammen.

30 Schüler der Arnoldi-Schule haben nun seit etwa Mitte April die Möglichkeit, beim SC LernRäume zu besuchen. Das Besondere: Es ist ein unterrichtsbegleitendes Angebot, heißt es in einer Pressemitteilung. In den LernRäumen beim SC stehen Lernbegleiter zur Verfügung, die in engem Austausch mit den Lehrern stehen.

Aber wie kam die Zusammenarbeit überhaupt zustande? Das Projekt LernRäume ist ein kirchlich-diakonisch-caritatives, heißt es in einer Pressemitteilung des Niedersächsischen Kulturministeriums. In dieser spricht Kultusminister Grant Hedrik Tonne seinen „Dank an die Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinden und Kirchenkreise, die Diakonie und Caritas, die Dekanate und Propsteien“ aus, „die mit anderen zivilgesellschaftlichen Akteuren einen wertvollen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe leisten.“

So war es auch in Göttingen. Dort waren der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis mit der Stephanusgemeinde die Brückenbauer. Kirchenkreis und Gemeinde unterstützten das Projekt auch finanziell mit rund 2000 Euro. Weitere 2000 gab die Sparkasse dazu. SC mit Lars Willmann von der Quartiersarbeit seien die Umsetzer gewesen „Wir sehen beim SC nicht nur den Sport, sondern auch die soziale Aufgabe“, sagt Jörg Lohse, erster Vorsitzender. „Für den Verein ist es wichtig, zu helfen und ein positives Vorbild zu sein.“

„Das Miteinander führt dazu, dass Dinge geschafft werden“, so Westensee weiter. Es gehe darum, „am Ende gemeinsam reicher dazustehen als vorher“ und das erlebe man an der Schule. Das bestätigte Darja Elster, Klassenlehrerin im Sprach- und Integrationsbereich (SPRINT-Klassenan der Arnoldi-Schule. „Schule ist für viele Schüler mehr als nur ein Raum, wo sie lernen“, sagt sie. „Sie kommen auch zur Schule, weil sie sich dort wohlfühlen.“

Lars Willmann von der Quartiersrarbeit erhielt von den Schülern des Sprint-Bereichs der Arnoldi-Schule ein Dankeschön. Überreicht hat es Schüler Felipe Lasso.

Um sich für die Unterstützung zu bedanken, haben die SPRINT-Schüler gebastelt. Felipe Lasso (17) dankte allen Beteiligten im Namen seiner Mitschüler und überreichte Lars Willmann eine Collage sowie einen Dankesbrief.

Rainer Wiemann, Schulleiter der BBS 1, unterstrich: „Gute Lösungen finden wir vor Ort und deswegen sind die lokalen Netzwerke so wichtig.“ Das betreffe auch die Kommunalpolitik. „Je weiter weg Entscheidungen getroffen werden, desto realitätsferner werden sie.“

Marcel Riethig, Schuldezernent des Landkreises Göttingen betonte, dass der Landkreis stolzer Träger der Schule sei. Corona habe noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie wichtig Bildungsgerechtigkeit sei und lobte den Einsatz der Akteure vor Ort. „Was hier läuft, ist einmalig. Haben Sie vielen Dank.“ Weitere Infos gibt es hier. (Sarah Schnieder)

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