Göttinger Literaturherbst

Lesung mit Historiker Foschepoth: KPD-Verbot war verfassungswidrig

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Literaturherbst Göttingen: Josef Foschepoth liest aus seinem Buch „Verfassungswidrig!"

Göttingen. Der Historiker Josef Foschepoth sorgte mit seinem Bestseller „Überwachtes Deutschland“ für Aufsehen. Jetzt liefert er wieder außergewöhnlichen Stoff: „Verfassungswidrig!“ dreht sich um das Verbot der KPD 1956.

Am Freitag, 20. Oktober, liest Foschepoth beim Göttinger Literaturherbst ab 19 Uhr im Alten Rathaus.

Das Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) ist lange her, gut 61 Jahre. Es ist aber für die Rechtssprechung und die Geschichte der Bundesrepublik aktuell: Das beweist das neue Buch des Freiburger Historikers Josef Foschepoth. Und dessen Urteil ist klar und deutlich: Verfassungswidrig sei der gesamte Staatsprozess gegen die KPD gewesen, der von Beginn an gegen die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit verstoßen habe. „Die Gewaltenteilung wurde aufgehoben, der Prozess in Einzelheiten zwischen Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht abgesprochen“, schreibt Foschepoth.

Dabei stützte er sich auf zwar nicht neue, sehr wohl aber nie zuvor wissenschaftlich ausgewertete Originaldokumente, die bislang den Stempel „Geheim“ trugen und unter Verschluss waren. Foschepoth und seine Wissenschaftler sichteten sie im Rahmen eines Forschungsprojektes zuerst – jetzt sind sie übrigens auch im Bundesarchiv öffentlich verfügbar.

Für die Lesung am Freitag, 20. Oktober, im Alten Rathaus gibt es noch Restkarten. Zu bekommen unter www.literaturherbst.com und in bekannten Vorverkaufsstellen.

Sie kosten 15 Euro im Vorverkauf und an der Abendkasse 16 Euro, ermäßigt 12/13 Euro.

Das aktuelle Foschepoth-Buch „Verfassungswiedrig!“ Das KPD-Verbot im Kalten Bürgerkrieg“ ist erschienen im Göttinger V&R-Verlag, 492 Seiten, und kostet 40 Euro als E-Book 32,99, ISBN 978-3525301814

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