50 Leute suchen ein Ventil für die Weltpolitik

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Mit Eifer dabei: Ein Teil der Mitwirkenden des Göttinger Boat People Projektes und der Gruppenleiter bei der zweiten gemeinsamen Probe im ehemaligen Institut für den Wissenschaftlichen Film in Göttingen.

Göttingen. Fast 50 Personen sind am neuen Theaterstück des Göttinger Boat People Projekts beteiligt. Die Wortschöpfung „Ein WeltPolitikReaktionsVentil“ bedeutet, dass man herauszufinden sucht, was als Ventil geeignet ist, wenn man an der Weltpolitik verzweifelt.

Zu diesem Zweck haben sich fünf Gruppen gebildet, deren Ergebnisse in gemeinsamen Proben mit Hilfe der Dramaturgin Nicola Bongard zu einer Gesamt-Performance verknüpft werden sollen.

Dominik Landwehr ist bildender Künstler aus Frankfurt am Main. Seine Gruppe baut Maschinen und Gegenstände für Installationen. Franziska Aeschlimann untersucht mit ihrer Gruppe, ob auch die Arbeit mit Pflanzen ein Ventil sein kann. Als Zwischenergebnis gibt sie lächelnd bekannt: sie kann.

Reimar de Chevallerie setzt in seiner Gruppe verschiedene Klang- und Rhythmusinstrumente ein, um Ventile zu öffnen. Aus den ungeübten Musikern soll sogar eine Band entstehen. Ein Lied gibt es auch schon: der Schokoladensong. Pressereferentin Annie Rutherford dazu: An Schokolade kommt man nicht vorbei.

Nina de Chevallerie leitet eine klassische Theatergruppe, während Sonja Elena Schröder sich mit Puppen-, Figuren- und Maskentheater beschäftigt. Luise Rist wird mit einigen jugendlichen Flüchtlingen mitwirken.

Die Akteure sind ein Querschnitt der Göttinger Bevölkerung. Die überwiegende Mehrheit ist deutschstämmig. Hinzu kommen etwa zehn Prozent mit Migrationshintergrund, einige Flüchtlinge und ein paar Kinder.

Natürlich verläuft ein kreativer Prozess nicht konfliktfrei, vor allem, wenn so viele verschiedene Menschen beteiligt sind. Aber gerade daraus entstehe Kunst, sagen die Gruppenleiter im Gespräch mit der HNA.

Premiere ist am Samstag, 11. Juli, die weiteren Vorstellungen finden am 12., 17., 18.,19., 21. und 22. Juli statt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Spielort ist das ehemalige Institut für den Wissenschaftlichen Film IWF, Nonnenstieg 72, in Göttingen, Buslinie 80. Karten kosten 15 Euro, ermäßigt neun Euro, und sind ab sofort bei www.reservix.de und an bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. (zäl)

www.boatpeopleprojekt.de

Archivmaterial: Auftritt des Boat People Projekts in Hann. Münden

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