Lichtenberg-Figur gehört nun der Stadt

Beliebtes Fotomotiv: Die Georg-Christoph-Lichtenberg-Statue, die an der Seite des Alten Rathauses steht, wurde nun der Stadt geschenkt, von dem Göttinger Kunstverleger Tete Böttger. Foto: Kopietz

Göttingen. Bisher war sie geliehen, jetzt ist sie ins Eigentum der Stadt übergegangen: die Lichtenberg-Figur am Alten Rathaus. Tete Böttger hat der Stadt die viel fotografierte Bronzeskulptur geschenkt.

Der Kunstverleger und Mäzen Böttger hatte die Statue als kostenlose Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, nachdem er sie zum 250. Geburtstages von Georg-Christoph-Lichtenberg am 1. Juli 1992 hatte herstellen lassen – aus eingeschmolzenen Büsten von Lenin, Stalin und Enver Hodscha. So schuf der 2002 verstorbene Künstler Fuat Dushku aus Tirana (Albanien) die 1,50 Meter hohe Statue, die sich in Göttingen großer Beliebtheit erfreut.

Die Übergabe geschah nun nicht feierlich, sondern in einem formalen Verwaltungsakt während der Ratssitzung. Der Rat nahm die Spende im Wert von 8200 Euro an.

Lichtenberg, der am 24. Februar 1799 starb, war im Zeitalter der Aufklärung und Multi-Talente ein Experimentalphysiker, Mathematiker, Astronom, geistreicher Satiriker und scharfsichtiger Denker. Berühmt wurde der kleinwüchsige Lichtenberg auch durch seine Aphorismen. Seine „Vorlesungen zur Naturlehre“ begründeten die physikalische Forschung und Lehre an der Georg-August-Universität.

Ein weiteres Lichtenberg-Denkmal steht in Göttingen vor dem Eingang der alten Staats- und Universitätsbibliothek/Paulinerkirche im Papendiek. Dort sitzt der bronzene Lichtenberg auf einer Steinbank, gegenüber auf einer Bank liegt ein aufgeklapptes Buch. Geschaffen hat die Skulptur der Künstler Volker Neuhoff aus Nienburg/Weser Auch sie wurde zum 250. Geburtstag Lichtenbergs im Akademiehof aufgestellt.

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