Von Lindenberg bis Sido: Musikshow im Jungen Theater

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Zeigt die Geschichte der deutschen Musik in „Tausend mal berührt“: Das Junge Theater in Göttingen. 

Göttingen. Das Junge Theater in Göttingen zeigt Freitag, 13. Januar, ab 20 Uhr die Premiere der neuen Musik-Show „Tausend mal berührt!".

Die Vorstellung thematisiert die deutsche Sprache in der Welt der Musik, die nicht immer den Stellenwert hatte, den sie heute hat. Erst in den 70er-Jahren erschienen von Sängern wie Udo Lindenberg oder Herbert Grönemeyer die ersten deutschen Songs, die zu richtigen Hits avanchierten.

Eine Live-Band begleitet das Ensemble des Jungen Theaters auf der Bühne und spielt insgesamt 30 deutsche Songs - von der Neuen Deutschen Welle bis hin zu Rappern wie Sido ist alles dabei. Die Inszenierung von Tobias Sosinka setzt bewusst darauf, unterschiedliche Musikstile zu spielen. „Das Spannende ist, was Lieder von Lindenberg mit heutigen Rap-Songs gemeinsam haben. Da gibt es einiges zu entdecken“, verrät Sosinka.

Die Tiefe der Songs

Die Lieder sind in der Vorstellung aber nicht chronologisch geordnet. „Wir haben nach thematischen Inhalten sortiert und nach den Geschichten, die die Songs erzählen“, erklärt Sosinka. Auch in zunächst simpel erscheinenden Titeln wie dem Stück „Tausend mal berührt“ von Klaus Lage, das der Vorstellung ihren Namen verleiht, finden sich Konfliktfelder. „Mal geht es um Dreiecks-Beziehungen, mal ist ein Song politisiert. In den einfachen Liedern steckt eine größere Tiefe, als man auf den ersten Blick vermuten mag“, sagt Sosinka, der mit seiner Inszenierung auch Erinnerungen bei den Zuschauern hervorrufen möchte. „Jeder hat Lieder, die ihn an ein bestimmtes Erlebnis oder an eine bestimmte Zeit erinnern. Wie lebte ich damals? Wie war die damalige Situation in Deutschland?“

Dritte Musikshow

Nach den Musik-Shows „Money, Money, Money - Auf den Trümmern das Paradies“ und „Forerver 27 Club“ ist das aktuelle Bühnenprogramm die dritte Musikshow, die das Junge Theater zeigt. „Wir wollen nicht nur das klassische Schauspiel bieten, sondern auch andere künstlerische Bereiche abdecken“, sagt Sosinka, der aber ergänzt: „Wir sind noch kein Musiktheater.“

Die Premiere findet am Freitag, 13. Januar, ab 20 Uhr im Jungen Theater statt. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.junges-theater.de. Karten sind unter Tel. 05 51 / 49 50 15 erhältlich.

Weitere Vorstellungen (alle ab 20 Uhr): Freitag, 20. Januar; Samstag, 28. Januar; Samstag, 4. Februar; Samstag, 18. Februar (21 Uhr); Freitag, 3. März.

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