Männer stehen vor Gericht

Duo aus der linken Szene soll Auto von Burschenschafter demoliert haben

Göttingen. Weil sie das Auto eines AfD-Funktionärs demoliert haben sollen, müssen sich seit Donnerstag zwei 20 und 21 Jahre alte Männer vor dem Amtsgericht Göttingen verantworten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Angeklagten gemeinschaftliche Sachbeschädigung vor. Sie sollen im Januar mit Steinen und einem Totschläger auf ein Auto eingeschlagen haben, das vor dem Haus einer Studentenverbindung geparkt war. Das Auto wurde von einem Burschenschafter genutzt, der zuvor mehrfach als Anmelder von Veranstaltungen der rechtsextremen Gruppierung „Freundeskreis Thüringen/Niedersachsen“ aufgetreten war. Inzwischen betätigt er sich als Funktionär der AfD-Hochschulgruppe „Junge Alternative“

Zu Beginn des Prozesses kam es zu einem Eklat. Prozessbesucher aus der linken Szene protestierten lautstark dagegen, dass drei bekannte Angehörige der rechtsextremen Szene ebenfalls im Zuhörerraum saßen. Auf Anordnung des Richters mussten die Zwischenrufer den Saal verlassen.

Am ersten Verhandlungstag hörte das Gericht eine Reihe von Zeugen. Ein klares Bild ergab sich dabei allerdings nicht. So gab es bereits unterschiedliche Angaben dazu, wie viele Personen an dem Vorfall beteiligt gewesen waren. Die Polizei, die damals von mehreren Anrufern verständigt worden war, fahndete zunächst nach vier Personen, stieß dann aber nur auf zwei Tatverdächtige.

Eine Zeugin, die damals zufällig mit dem Auto vorbeigekommen war, hatte nur zwei dunkel gekleidete Personen gesehen. Vor Gericht gab sie an, dass beide auf das Auto eingeschlagen hätten.

Bei ihrer polizeilichen Vernehmung kurz nach der Tat hatte sie dagegen ausgesagt, dass nur einer der beiden die Frontscheibe und die Seitenscheiben des Wagen demoliert habe.

Der Pkw war auf die Mutter des Burschenschafters zugelassen. Ihren Angaben zufolge entstand an dem Auto ein Totalschaden in Höhe von rund 5000 Euro. Der Prozess wird Anfang Dezember fortgesetzt. 

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