Literaturherbst soll bunt und erfolgreich werden

Göttinger Literaturherbst 2015: Das Organisationsteam mit - von links - Aleksandra Bajazetov (Öffentlichkeitsarbeit), Gesa Husemann und Stephan Lohr (Programmplanung), Klaus Wettig, Yatiker Yildiz (Festival-Büro) sowie Johannes-Peter Herberhold (Geschäftsführer). Foto: Kopietz

Göttingen. Der Literaturherbst 2015 soll so bunt, stark besetzt und erfolgreich werden wie das Rekord-Festival 2014. Und es wird mehr Veranstaltungen in der Region, so auch in Einbeck und Hann. Münden geben.

Die Organisatoren um Geschäftsführer Johannes-Peter Herberhold sehen es mit sportlichem Ehrgeiz. Der Göttinger Literaturherbst soll sich national in der Elite der Festivals etablieren: „Hinter dem Bayern München der Literaturfestivals, Lit-Cologne, wollen wir um die Champions-League-Plätze mitspielen.“

„Wir peilen wieder die Zuschauerzahl wie im Vorjahr an, vielleicht mit einem kleinen Plus“, sagt Stephan Lohr. Der ehemalige NDR-Redakteur zeichnet mit Gesa Husemann für die Programmzusammenstellung verantwortlich, das ein vielschichtiges Publikum anspricht. „Wir haben nach dem Tod von Christof Reisner den Literaturherbst breiter aufgestellt, die Belletristik ausgeweitet“, schildert Klaus Wettig. Ein Umbau, der ankam – 2014 verzeichnete der Literaturherbst mit rund 10 000 Besuchern einen Rekord. Die Organisatoren setzten auch eigene Bestmarken: 50 Veranstaltungen gab es an 30 Orten.

„Wir haben außergewöhnliche Orte in Südniedersachsen erschlossen und werden das noch erweitern“, sagt Klaus Wettig und denkt an den Raum Osterode und die Kaiserstadt Goslar. Damit könne man auch für die Stiftungen in Niedersachsen interessanter werden. Denn Fördergeld benötigt der Literaturherbst trotz der steigenden Zuschauereinnahmen. Wachsen und dann einen neuen Vorstoß bei der Landesregierung starten, das ist die Wettig-Taktik. Viele gute Worte habe er gehört, aber Geld noch nicht gesehen, sagt der Sozialdemokrat, der davon schwärmt, dass es in der Region wunderschöne Veranstaltungsorte gibt wie das Welfenschloss in Hann. Münden. Dort wird am 12. Oktober ein Welfenthema zu hören sein bei der Lesung von Johannes Willms aus „Waterloo. Napoleons letzte Schlacht“ und die Musik von Gerrit Zitterbart am Flügel.

Der Literaturherbst hat sich auch durch Kooperationen in Göttingen verstärkt: So spielen die Universität und das Literarische Zentrum (LiTZ) wichtige Rollen. Das zeigt sich in der Position von Gesa Husemann, die für den „Herbst“ und das LiTZ arbeitet. Die passionierte Fußballerin nominierte erstmals auch Fußball-Autoren. Mit dem Robert-Enke-Biograf Ronald Reng und Christoph Schröder stehen zwei aus der nationalen Elite der Sportbuch-Autoren im Literaturherbst-Kader. Reng stellt sein neues Buch über Talentsucher vor. Auch das passt: Denn die Literaturherbst-Macher sind stets auf der Suche nach jungen, talentierten Autoren. Dafür steht diesmal die begabte Alina Bronsky. Die Stars kommen ja ohnehin gerne nach Südniedersachsen.

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