Beginn am 9. Oktober

Literaturherbst-Wissenschaftsreihe ist ein Renner: 1500 Karten weg

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In der Paulinerkirche: Die Wissenschaftsreihe im Göttinger Literaturherbst (9. bis 18. Oktober) ist beim Publikum beliebt und verzeichnet hohe Vorverkaufszahlen, darüber freuen sich von links Helmut Grubmüller (Max-Planck-Institut - MPI - für Biophysikalische Chemie), Nils Brose (MPI für Experimentelle Medizin) und Johannes Peter Herberhold (Geschäftsführer Literaturherbst GmbH).

Göttingen. Sachbücher im Literaturherbst waren einige Jahre eine Seltenheit. Seit einigen Jahren aber ist die Vortragsreihe in der Kathedrale der Wissenschaft, der Paulinerkirche, zu einem Publikumsrenner geworden.

Diesmal sind wieder Hochkaräter wie Hermann Parzinger und Lutz Jäncke dabei.

„Wir sind sehr, sehr froh, dass es die Wissenschaftsreihe gibt und das sie so gut funktioniert“, sagte der Geschäftsführer des Göttinger Literaturherbstes bei der Programmvorstellung. Johannes Peter Herberhold ist schon zufrieden bevor die Vortragsreihe mit Top-Wissenschaftsautoren startet, denn bis Dienstag waren bereits 1500 Karten für die acht Veranstaltungen verkauft. „Das ist sensationell!“, schwärmt Herberhold. Es sei aber auch ein Zeichen, dass das Programm stimmt. An dem haben viele aus den Max-Planck-Instituten und die Literaturherbst-Programmmacherin Gesa Husemann mitgearbeitet. „Wir wollen ein breites Publikum ansprechen – trotz der wissenschaftlichen Themen“, sagt Herberhold.

Alle Veranstaltungen jeweils 19 Uhr, Paulinerkirche:

• Freitag, 9. Oktober: Der bekannte ZDF-Wissenschafts-Erklärer Harald Lesch wird sein Buch „Die Entdeckung des Higgs-Teilchens“ vorstellen und einen Ausflug in dieaufwändige Suche nach dem Ursprung des Lebens unternehmen. „Er schafft es, hoch komplizierte Sachverhalte so zu erklären, dass jeder den Kern verstehen kann“, beschreibt Helmut Grubmüller (Max-Planck-Institut Biophysikalische Chemie).

• Sonntag, 11. Oktober: Ähnlich faszinierend erklären und pointiert beschreiben kann Lutz Jäncke die Phänomene des Denkens und Handelns beim Menschen. Diesmal geht er der Frage nach: „Ist das Hirn vernünftig?“ Höchst spannend sei das, wie Nils Brose (MPI für Experimentelle Medizin) sagt, „denn es gibt ja die durchaus zutreffende These, der erste Gedanke sei der richtige, sei es bei der Essen-Auswahl oder der Entscheidung beim Hauskauf“. Jäncke-Bücher haben viele Leser, das spricht für sich, meint Herberhold.

• Montag, 12. Oktober: Auch Hannah Monyer/Martin Gessmann beschäftigen sich in „Das geniale Gedächtnis“ mit dem Gehirn und der Fähigkeit „Wie das Gehirn aus der Vergangenheit unsere Zukunft macht.“

• Dienstag, 13. Oktober: Mathe für viele verständlich machen – dieser Aufgabe hat sich Rudolf Taschner, Professor aus Wien, verschrieben und schreibt darüber. Diesmal „In die Mathematik des Daseins“ über die Spieltheorie und die Tatsache, wie die Mathematik unser Leben bestimmt, Entscheidungen beeinflusst.

• Mittwoch, 14. Oktober: Ganz anders als andere an die Menschheitsgeschichte geht Hermann Parzinger heran. Er hat sich in „Die Kinder des Prometheus“ die Zeitspanne vom Auftreten des Menschen bis zur Erfindung der Schrift herausgepickt und dessen Fähigkeit der Anpassung.

• Weitere: Thomas de Padova: „Allein gegen die Schwerkraft“ (Donnerstag, 15. Oktober); Colin Crouch: „Die bezifferte Welt“ (Freitag, 16. Oktober); Anna Frebel: „Auf der Suche nach den ältesten Sternen“ (Samstag, 17. Oktober).

Infos/Tickets: www.literaturherbst.com

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