Stadt Göttingen will alternative Formen für Festakt prüfen

Literaturpreis: Verleihung ist abgesagt

Dea Loher
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Preisträgerin Dea Loher

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Verleihung des deutsch-polnischen Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreises in diesem Jahr abgesagt.

Göttingen –Die von den Partnerstädten Torun in Polen und Göttingen gemeinsam gestiftete und mit jeweils 5000 Euro dotierte Auszeichnung sollte nach ursprünglicher Planung am 18. Oktober in Göttingen verliehen werden. Hintergrund der Entscheidung seien die Entwicklungen in Deutschland und Polen und Empfehlungen der Gesundheitsbehörde, teilte die Stadt Göttingen am Dienstag mit.

Die diesjährige Auszeichnung geht an die polnische Schriftstellerin und Dramatikerin Dorota Maslowska und die deutsche Dramatikerin und Schriftstellerin Dea Loher. Die Göttinger Kulturdezernentin Petra Broistedt sagte, die Sicherheit der teilnehmenden Gäste, die zum Teil aus dem Ausland und aus ganz Deutschland angereist wären, stehe an erster Stelle. „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, die fortschreitende Verbreitung des Coronavirus einzudämmen.“

Die Initiatoren wollen nach eigenen Angaben prüfen, ob die Verleihung verschoben wird oder die Preisträgerinnen in alternativer Form gewürdigt werden. Die im Rahmen des Göttinger Literaturherbstes geplante Lesung am 17. Oktober werde ebenfalls entfallen, hieß es. Das Theaterstück der Preisträgerin Loher „Das Leben auf der Praca Roosevelt“ werde wie geplant am 16. Oktober im Deutschen Theater aufgeführt.

Der Göttinger Linde-Preis ist nach dem polnischen Sprachforscher Samuel Bogumil Linde (1771-1847) benannt. Bisherige Preisträger waren unter anderem Günter Grass, Siegfried Lenz, Ryszard Kapuscinski, Christa Wolf und Marcel Reich-Ranicki. Im vergangenen Jahr wurden Christoph Hein und Szczepan Twardoch mit dem Preis ausgezeichnet.  (epd/bsc)

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