Von Samstag, 2 Uhr, bis Montag, 4 Uhr

Lokführer streiken am Wochenende 50 Stunden lang

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Streiktag am Mittwoch am Bahnhof Göttingen: Viele Reisende informierten sich auf der großen Anzeigetafel in der Bahnhofshalle über die aktuelle Verkehrslage.

Göttingen. Jetzt wird es richtig ernst: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft im Personenfern- und -nahverkehr der Bahn von Samstag, 18. Oktober, 2 Uhr, bis Montag, 20. Oktober, 4 Uhr, zum Streik auf.

Die Bahn reagiert mit einem Notfahrplan, der Metronom stoppt auch an S-Bahn-Haltepunkten.

Dieser 50-Stunden-Streik dürfte die Wochenendreisepläne vieler Südniedersachsen durcheinanderwirbeln. Mit der Meldung hat die GDL am Freitag ihren bisherigen Streikationen einen weiteren Paukenschlag hinzugefügt. Die Deutsche Bahn hat für das Wochenende einen Notfahrplan angekündigt.

Aktualisiert um 15:25 Uhr

Der Fahrgastverband Pro Bahn hält die nunmehr fünfte Streikaktion der Gewerkschaft der Lokführer (GdL), mit der der Bahnverkehr am gesamten Wochenende lahmgelegt werden soll, für „unangemessen und überzogen“, sagte Bundespressesprecher Gerd Aschoff aus Göttingen. „Wir Fahrgäste begreifen das als Zumutung. Es werden viele Familien auf ihrer Bahnfahrt in die Herbstferien vom GdL-Streik betroffen sein“, heißt es in einer Mitteilung. Die Lokführer verhalten sich laut Pro Bahn „äußerst kompromisslos“. Die GDL verspielt aus Sicht des Fahrgaszverbandes immer mehr ihren Rückhalt in der Bevölkerung und bei den Fahrgästen. „Sie beschädigt das Ansehen der Gewerkschaften in unserem Land.“

Kostenlose Hotline der Bahn: 08000/996633

Infos zum Notfahrplan: www.bahn.de/aktuell

Infos zu einzelnen Bahnhöfen:  http://reiseauskunft.bahn.de/bin/bhftafel.exe

Der Fahrgastverband hofft, dass die Deutsche Bahn wieder einen Ersatzfahrplan auf die Beine stellt, die es wenigstens einigen Fahrgästen ermöglicht, ihr Ziel zu erreichen, auch wenn das mit erheblichen Einschränkungen verbunden ist. Die Deutsche Bahn hatte bereits bei der letzten Streikankündigung mit einem Notfahrplan samt Streichungen von Verbindungen reagiert, der bereits vor dem Streikbeginn in Kraft trat. Damit wurde sichergestellt, dass nach Streikende die Züge dort waren, wo sie benötigt wurden.

Am Bahnhof Göttingen wichen viele Reisende im Regionalverkehr auf Metronom, Cantus und Nord-West-Bahn aus, die auch diesmal nicht bestreikt werden. Metronom hat bereits auf den Streik reagiert und wird am Samstag und Sonntag an allen S-Bahnstationen entlang ihrer Strecken halten, also in Hannover-Bismarckstraße, Hannover Messe Laatzen, Rethen und Barnten. Der Streik im Güterverkehr der Bahn beginnt am Freitag bereits um 15 Uhr.

Da Göttingen optimal an das Fernbusliniennetz angeschlossen ist, kann man auch auf den Bus umsteigen. (bsc)

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