Lokhalle soll schickes Umfeld erhalten: Gastronomie, Lager und Zuwege

Lokhalle Göttingen: Das Umfeld der Lokhalle mit dem Grünen Band der Leine-Aue ist attraktiv, wird aber nicht für das Veranstaltungszentrum genutzt. Nun soll alles verbessert werden. Unter anderem soll ein Fußweg an der Aue bis zu den Parkplätzen auf dem Schützenplatz (oben links mit der S-Arena zu sehen) gebaut werden. Foto: Rampfel

Göttingen. Das Umfeld um die Göttinger Lokhalle soll schon bald attraktiver werden. Ein Rahmenplan wurde im Bauausschuss der Uni-Stadt präsentiert.

Das Projekt, das auf mehrere Jahre angelegt ist, sieht eine Reihe von Verbesserungen vor. Erarbeitet hat das Konzept Landschaftsarchitektin Johanna Sievers aus Hannover. Sie machte deutlich, das die Situation um die Lokhalle ziemlich trist ist. „Die Lokhalle ist viel zu wenig sichtbar – insbesondere bei Nacht“, beklagt die Planerin.

Hier die wesentlichen Ideen auf einen Blick.

Verbindung zur Leine-aue

Die Lokhalle soll stärker als bisher mit der Leine-Aue verknüpft werden. Bislang gibt es nur eine Art Trampelpfad. Deshalb soll der Weg neu gepflastert werden. Dadurch sollen Veranstaltungsbesucher von der Lokhalle direkt zu den Parkplätzen am Schützenplatz gehen können. An der Leine soll zudem ein Biergarten eröffnet werden. Großes Interesse daran hat die Einbecker Brauhaus AG. Sie kann sich einen Probebetrieb schon in diesem Sommer vorstellen.

Lichtkonzept

Insbesondere nachts ist die Lokhalle kaum zu erkennen. Deshalb soll die Halle mit LED-Licht optisch aufgewertet werden. In den Glas-Gauben soll eine gelbe bis rote Beleuchtung installiert werden. Damit wird an das Thema Feuer aus den früheren Dampflokzeiten erinnert. Auch die tragenden Säulen des mehr als fußballplatz großen Gebäudes sollen optisch herausgehoben werden. Vor der Umsetzung ist ein Test der Lichtoptionen vorgesehen.

Beschilderung

Die Beschilderung ist mangelhaft. Sie soll deutlich verbessert werden, damit Besucher leichter den Weg zur Lokhalle finden.

Anlieferungsverkehr

Der Anlieferungsverkehr für die Lokhalle soll von der schmalen Durchfahrt neben dem Intercity-Hotel auf die Carl-Zeiss-Straße verlagert werden. Lastwagen sollen nach Umsetzung dieses Teilprojekts nicht mehr direkt an der Lokhalle, sondern auch auf dem etwa 500 Meter Luftlinie entfernten Schützenplatz an der S-Arena parken. Nur zum Be- und Entladen sollen sie direkt zur Lokhalle fahren dürfen. Das Projekt kostet voraussichtlich zwischen 70.000 und 130.000 Euro.

Lagerhalle

Grundsätzlich gibt es zu wenig Speicherraum an und in der Lokhalle. Mobiliar muss zum Teil im Freien gelagert werden. Deshalb soll im Südwesten der Halle eine provisorische Lagerhalle errichtet werden.

Zusätzliches Hotel

Denkbar, nach Ansicht der Planerin, ist auch ein zusätzliches Hotel, das in den Gesamtkomplex der Lokhalle integriert werden könnte.

Größte Halle der Region

Die Lokhalle ist 2015 mit dem Location Award in der Kategorie Locations der Industriekultur ausgezeichnet worden – es gab 400 Bewerber. Die Halle, die 1996 als Veranstaltungszentrum eröffnet wurde, ist mit 9400 Quadratmetern die größte der Region – inklusive Kassel: Sie bietet bei Konzerten bis zu 7000 Menschen Platz, bei Basketball-Spielen und bestuhlten Konzerten zwischen 3500 und knapp 4000 Besuchern.

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