Vorstellung mit Filmemacher

Lumiere-Kino zeigt Film über ungesühntes SS-Massaker

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Garant für außergewöhnliche Filmvorstellungen: Das Lumiere-Kino in der Geismarlandstraße.

Göttingen. Im Göttinger Lumiere-Kino läuft heute, Montag, ein Film über ein finsteres Kapitel deutscher Geschichte: das Massaker von Sant‘Anna di Stazzema. 

Beginn ist um 20 Uhr im Lumiere, der Autor des Films, Jürgen Weber, wird dabei sein.

Es war ein furchtbares Massaker, das deutsche Waffen-SS-Soldaten im Sommer 1944 im nord-toskanischen Bergdorf Sant´Anna di Stazzema anrichteten: Sie töteten 560 Menschen, Zivilisten, überwiegend Frauen und Kinder. Ein Verbrechen, das ungesühnt ist, denn 2015 wurde das Verfahren gegen den letzten noch in Deutschland lebenden Kriegsverbrecher der Waffen-SS-Truppe eingestellt.

Die Geschichte zur Filmvorführung im Lumiere ist eine außergewöhnliche: Susanne Pauli, die sich im Verein „NS-Familien-Geschichte: hinterfragen – erforschen – aufklären“ engagiert, stieß bei einer Recherche über die Lebensgeschichte ihres Großvaters auf ein Foto, dass ihn in Uniform eines SS-Polizeiregiments im Piemont in Norditalien zeigt.

Also stellte Susanne Pauli den Kontakt zum ihr bekannten Autor und Filmemacher Jürgen Weber her, der einen Film über das oben genannte Massaker gemacht hat: „Das zweite Trauma – das ungesühnte Massaker von San´t Anna die Stazzema. Darin zeichnet Weber die historischen und juristischen Sachverhalte nach. Es geht aber auch um die Emotionen der Überlebenden. (tko)

Montag, 29. Mai, 20 Uhr, Lumiere-Kino, „Das zweite Trauma – Das ungesühnte Massaker von Sant‘Anna die Stazzema“, 72 Minuten.

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