Göttinger Künstlerin gestorben

Maja Müller-Bula ist tot: Schauspielerin ist mit 45 Jahren an Covid-19 gestorben

Maja Müller-Bula
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Maja Müller-Bula - Schauspielerin, Theater Stille Hunde, starb an einer Covid-19-Erkrankung in Göttingen.

Maja Müller-Bula gehörte nicht nur zum Ensemble Stille Hunde Theaterproduktionen. Sie war auch Regisseurin und Pädagogin. Nun ist sie im Alter von 45 Jahren gestorben.

Göttingen – Die Göttinger Schauspielerin und Regisseurin Maja Müller-Bula ist tot. Die 45-Jährige, die an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist, gehörte seit 2013 dem Göttinger Ensemble Stille Hunde Theaterproduktionen an.

Die Betroffenheit und Anteilnahme ist groß, vor allem in der Göttinger Kunst- und Kulturszene „Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind, und unser kleines Leben ist von einem Schlaf umgeben“, zitieren Stefan Dehler und Christoph Huber von Stille Hunde auf ihrer Internetseite William Shakespeare.

Tod von Maja Müller-Bula: Weggefährten trauern

„Ich kannte sie aus meiner Studienzeit in Berlin“, sagt Nico Dietrich, Intendant des Jungen Theaters Göttingen. An seinem Haus habe sie theaterpädagogische Projekte betreut und manche Aufführung als spontan einspringende Ersatzschauspielerin gerettet.

„Zutiefst erschüttert“ ist der Leipziger Regisseur Walter Kalk, der Müller-Bula als „hervorragende Schauspielerin“ und „warmherzigen Menschen“ würdigt. Von einer „liebevollen Freundin und wunderbaren Schauspielerin“ spricht Matthias Heintz vom Kulturverein Rittmarshausen.

Tod von Maja Müller-Bula: Diplom an Ernst-Busch-Hochschule für Schauspiel

Zur Welt gekommen ist Müller-Bula 1975 in Chemnitz. 2001 machte sie an der Berliner Ernst-Busch-Hochschule für Schauspiel ihr Diplom. Sie arbeitete am Gallus-Theater Frankfurt am Main, am Staatstheater Cottbus und am Theater Nordhausen, hatte Engagements am Mittelsächsischen Theater in Freiberg, am Theater Schwetzingen sowie bei der Daedalus Company in Frankfurt am Main.

Mit den Stillen Hunden war sie unter anderem im Schloss Rittmarshausen in Shakespeares „Macbeth“ oder in Molières „Tartuffe“ zu sehen. Im Theater Packhof Hann. Münden spielte sie im Stück „What a Man – Doktor Eisenbarth“ die Ehefrau des legendären Barockarztes, der in der Dreiflüssestadt gestorben ist. Der Autor des Stücks, Walter Kalk, führte auch die Regie.

Tod von Maja Müller-Bula: Regisseurin und Schauspielpädagogin

Erotische Lieder von Bertolt Brecht trug Müller-Bula im Göttinger Apex vor – begleitet von Gitarrist Andreas Düker. Thema des Abends: „Über die Verführung von Engeln“.

Mit Christian Römer setzte die Schauspielerin bei der Lesung „Damit wir uns nicht verlieren“ den Briefwechsel zwischen Sophie Scholl und Fritz Hartnagel in Szene. In Römers Programmreihe „Vorlesekunst“ war die Göttingerin zuletzt mit Heinar Kipphardts „Bruder Eichmann“ online zu erleben.

Auch als Regisseurin und Schauspielpädagogin war Müller-Bula aktiv, hat etwa an der Schauspielschule in Kassel gearbeitet. Mit Laienschauspielern gründete sie die Theatercompagnie Gleichen des Kulturvereins Rittmarshausen. (Michael Caspar)

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