Mammutprojekt seit 100 Jahren: Erforschung der Klöster-Historie

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Akademie der Wissenschaften zu Göttingen: Stammsitz in der Theaterstraße.

Göttingen. Seit 100 Jahren untersuchen Wissenschaftler verschiedener Disziplinen für das Monumentalwerk „Germania Sacra“ die Geschichte der Klöster in Deutschland.

Das Mammut-Langzeit-Forschungsprojekt steht im Mittelpunkt einer Tagung am 24. Februar in Göttingen. Die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen veranstaltet diese Tagung. Experten wollen dabei auch mit Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) über Perspektiven der geisteswissenschaftlichen Forschung und über zukünftige Forschungsformate öffentlich diskutieren. Dabei sein werden auch: Prof. Dr. Ruth Florack (Universität Göttingen),

Prof. Dr. Thomas Kaufmann (Universität Göttingen), Prof. Dr. Brigitte Reinwald (Universität Hannover). Die Moderation hat Prof. Dr. Hedwig Röckelein.

Die „Germania Sacra“ ist ein einzigartiges europäisches Forschungsprojekt, das sich mit der Geschichte der Bistümer, Stifte und Klöster im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation beschäftigt.

Das Monumentalwerk gilt als wichtige Grundlage für die historische Erforschung des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts.

Der Historiker Paul Fridolin Kehr (1860-1944) schob das Vorhaben im Jahr 1917 am Kaiser-Wilhelm-Institut für deutsche Geschichte in Berlin an.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wechselte die „Germania Sacra“ zweimal die Trägerschaft: 1956 wurde das Projekt an das neu gegründete Max-Planck-Institut für Geschichte in Göttingen übertragen.

Seit 2008 betreut die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen die „Germania Sacra“. Bislang sind etwa 60 Handbücher zur Vergangenheit der Bistümer, Klöster und Stifte erschienen.

• Die öffentliche Podiumsdiskussion „Wozu geisteswissenschaftliche Forschung? - Perspektiven für die Zukunft“ beginnt am 24. Februar um 19 Uhr im Tagungs- und Veranstaltungshaus „Alte Mensa“, am Wilhelmsplatz. (tko/epd)

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