Rettungshubschrauber durfte nicht starten

Riesiger Marine-Hubschrauber landet in Göttingen - Was dahinter steckt

Der Hubschrauber vom Typ Westland Sea King MK 41, der auf der Nordseeinsel Borkum stationiert ist, brachte in der Nacht zu Samstag einen Patienten aus Bremerhaven nach Göttingen.
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Der Hubschrauber vom Typ Westland Sea King MK 41, der auf der Nordseeinsel Borkum stationiert ist, brachte in der Nacht zu Samstag einen Patienten aus Bremerhaven nach Göttingen.

Das hat es in den letzten Jahrzehnten nicht gegeben: In der Nacht zu Samstag ist ein großer Bundeswehr-Hubschrauber auf der Drachenwiese am südlichen Stadtrand von Göttingen gelandet.

  • In Göttingen ist ein großer Marine-Hubschrauber gelandet.
  • Das hat vor allem Anwohner überrascht.
  • Der Hubschrauber ist in Borkum stationiert.

Göttingen – Er brachte einen Patienten aus Bremerhaven in die Universitätsstadt. Gegen 1.30 Uhr war über Göttingen ein lauter Hubschrauber zu hören. Ohrenzeugen aus der Straße Pommerneck berichten, dass sie vom Geräusch aufgewacht und auf den Balkon gegangen sind. „Der Hubschrauber flog von Norden nach Süden sehr tief über Treuenhagen. So etwas habe ich noch nicht erlebt“, so der Ohrenzeuge.

In der Regel werden dringende Patiententransporte mit dem Intensivtransporthubschrauber „Christoph Niedersachsen“ gemacht, der am Flughafen Hannover stationiert ist. Weil das Wetter im Norden aber zu schlecht war, kam der „SAR-21“ zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Hubschrauber vom Typ Westland Sea King MK 41, der auf der Nordseeinsel Borkum stationiert ist. Von dort flog er zunächst zum Klinikum Bremerhaven und dann auf direktem Weg nach Göttingen.

Göttingen: Marine-Hubschrauber konnte nicht am Klinikum landen

Direkt am Universitätsklinikum konnte der große Hubschrauber nicht landen, weil der dortige Landeplatz für diese Größe nicht zugelassen ist. Der Heli hat eine Länge von mehr als 22 Metern und ist über fünf Meter hoch. Das maximale Startgewicht beträgt 9,3 Tonnen. Er ist der Standardhubschrauber der deutschen Marine und kommt vor allem in der Seenotrettung zum Einsatz. Gebaut wurde das Muster 1975.

Der Hubschrauber dreht in der Nacht mehrere Kreise über dem Kiessee, dem Reinshof und dem Kiesseekarree, bevor er zur Landung auf der südlichen Drachenwiese ansetzte. Hier wartete schon ein Rettungswagen, um den Patienten in das Klinikum zu fahren. Es soll sich nicht um einen Corona-Patienten gehandelt haben. Die medizinische Besatzung des Klinikums Bremerhaven begleitete den Patienten bis ins Klinikum, die Bundeswehr-Besatzung wartete derweil am Hubschrauber. Zum Ausleuchten des Landeplatzes war ein Rüstwagen der Berufsfeuerwehr und ein Fahrzeug der Ortsfeuerwehr Geismar vor Ort.

Hubschrauber in Göttingen: Flugzeit betrug anderthalb Stunden

Wie der Pilot berichtet, betrug die Flugzeit von Bremerhaven rund anderthalb Stunden. Um 3 Uhr ließ der Hubschrauber die Turbinen wieder an und startete in Richtung Norden – zunächst zum Flughafen Hannover zum Tanken und dann weiter nach Borkum. (Stefan Rampfel)

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