Überdachung der Leinebrücke nicht möglich

Maroder Boden auf der Fuß- und Radfahrerbrücke am Rosdorfer Weg in Göttingen macht Probleme

Marode und glitschige Holzbohlen auf der Fuß- und Radfahrerbrücke am Rosdorfer Weg in Göttingen.
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Marode und glitschige Holzbohlen auf der Fuß- und Radfahrerbrücke am Rosdorfer Weg in Göttingen machen Probleme.

Die Leinebrücke am Rosdorfer Weg lässt sich aus Gründen der Statik und der Denkmalpflege nicht überdachen.

Göttingen – Das hat Michael Ernst, der Göttinger Fachbereichsleiter Tiefbau und Bauverwaltung, im städtischen Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke, erklärt. Über die Brücke führt künftig der Radschnellweg, der das Oberzentrum mit Rosdorf verbinden wird.

Ungeschützt sind die Bohlen der 1996 errichteten Fuß- und Radfahrerbrücke noch immer Wind und Wetter ausgesetzt. Das Holz verrottet. Immer wieder muss die Stadt marode Balken austauschen. Bei Nässe herrscht Rutschgefahr. Diese Probleme lassen sich durch eine Überdachung lösen, hatte Dr. Francisco Welter-Schultes (Piraten) angeregt. Eine Photovoltaikanlage könne zudem Strom für die Beleuchtung der Brücke liefern.

Für ein solches zusätzliches Gewicht sind die Fundamente nicht ausgelegt, sagte dazu Ernst. Zudem ist die Brücke seinerzeit als „filigranes Bauwerk“ angelegt worden. Sie soll den Blick auf die benachbarte Leinebrücke nicht verstellen, über die der Kraftverkehr rollt. Diese mehr als 100 Jahre alte Bogenbrücke steht unter Denkmalschutz.

Die Stadt hat im vergangenen Jahr den Radschnellweg von der Kreuzung am Groner Tor am Wohnkomplex Groner Landstraße 9 und dem einstigen Garteltalbahnhof vorbei über die Leinestraße bis zur Brücke geführt. „Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss“, erklärte Fachbereichsleiter Ernst. Nur noch Markierungsarbeiten sind auszuführen. Die 4,40 Meter breite und 80 Meter lange Fuß- und Radfahrerbrücke selbst soll anstelle der Holzbohlen einen dünnen Betonbelag erhalten. (Michael Caspar)

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