Nach langer Diskussion

Martin-Luther-King-Schule in Göttingen: Türen bleiben offen

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Die Niedersächsische Landesschulbehörde stimmt zu: Die Martin-Luther-King-Schule darf ab kommenden Schuljahr wieder Schüler in die 5. Jahrgangsstufe aufnehmen.

Göttingen. Erfreuliche Nachrichten von der Niedersächsischen Landesschulbehörde: Ab dem kommenden Schuljahr dürfen an der Martin-Luther-King-Schule, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, wieder Schüler in den 5. Jahrgang aufgenommen werden.

Einem entsprechenden Antrag der Stadt Göttingen hat die Niedersächsische Landesschulbehörde zugestimmt.

Im März 2018 hatte die Förderschule einen Antrag zur Gewährung eines Bestandsschutzes bis 2028 bei der Stadt gestellt. Grund dafür war das im Jahr 2013 eingeführte Gesetz zur Inklusion, nach dem alle Schulen zu inklusiven Schulen wurden. Danach werden Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf dort gemeinsam unterrichtet.

Förderschulen wie die Martin-Luther-King-Schule sollten nach diesem Gesetz auslaufen. Die Schule hat daher seit dem Schuljahr 2013/14 keine Schüler mehr in der ersten Klasse aufgenommen.

Möglich wurde das durch eine Änderung des Schulgesetzes durch den niedersächsischen Landtag. Eltern und Lehrer hatten sich gegen diesen Schließungsplan gewehrt und bekamen nun Rückendeckung aus Politik und Verwaltung. „Mit den Genehmigungen erhalten Schulen, Eltern und Kinder die notwendige Planungssicherheit“, freut sich Schuldezernent Siegfried Lieske.

Weiterhin hat die Landesschulbehörde bewilligt, dass folgende Grundschulen bis 2024 als Schwerpunktschulen in den jeweils genannten Förderschwerpunkten weitergeführt werden:

• Adolf-Reichwein-Schule (Schwerpunkt geistige Entwicklung)

• Brüder-Grimm-Schule (Schwerpunkt geistige Entwicklung)

• Hainbundschule (Schwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung)

• Wilhelm-Busch-Schule (Schwerpunkt Hören)

Die Heinrich-Heine-Schule bleibt bis zum Auslaufen Schwerpunktschule für den Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Außerdem teilt die Stadt Göttingen mit, dass für die verbliebenen Jahrgänge 9 und 10 der Käthe-Kollwitz-Schule ein Umzug anstehen wird: Ab dem neuen Schuljahr werden sie im Gebäude der Heinrich-Heine-Schule in der Backhausstraße 14 in Göttingen lernen.

Organisationsstruktur, Lehrkräfte und bestehende Klassenverbände bleiben am neuen Standort erhalten. Der Gebäudekomplex der Heinrich-Heine-Schule in Göttingen-Grone wurde 2007 aufwendig saniert und um einen Anbau erweitert, es stehen moderne Klassen- und Fachräume, eine Mensa sowie ein Außengelände bereit.

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