Maschmühlenweg in Göttingen: Zwei Jahre rollen die Bagger

Schlechter Zustand: Ein fast ein Kilometer langer Abschnitt des Maschmühlenwegs in Göttingen soll 2015 und 2016 neu gestaltet werden. Die Trasse ist in einem denkbar schlechten Zustand – mit vielen Schlaglöchern. Foto: Schlegel

Göttingen. Zwei Jahre lang wird ab Frühjahr 2015 im Maschmühlenweg in Göttingen gebaut. Jetzt werden immer mehr Details über den Ausbau des fast ein Kilometer langen Abschnitts bekannt.

Warum ist der Ausbau überhaupt notwendig? 

Die Straße ist in einem miserablen Zustand, mit Unebenheiten übersät und wird täglich von etwa 20.000 Fahrzeugen genutzt. Die städtische Straße, die eine Einstufung als Bundesstraße hat, liegt in der Verlängerung der Bundesstraße 3 von Northeim in Richtung Groner Landstraße in Göttingen und ist eine der wichtigsten Durchgangsstraßen der Uni-Stadt

Was kostet das Projekt insgesamt?

Der Ausbau des Maschmühlenweg-Abschnitts zwischen der Hildebrandstraße und der Kreuzung zur Straße „Im Rinschenrott“ kostet laut Stadtverwaltung etwa drei Millionen Euro. Die Stadt hofft auf eine Fördersumme von etwa einer Million Euro vom Bund.

Wie werden die Arbeiten aufgeteilt?

Für die umfangreichen Arbeiten, insbesondere an den Ver- und Entsorgungseinrichtungen im Untergrund, reicht ein Jahr nicht aus. Zunächst ist ab Frühjahr 2015 der Abschnitt zwischen Hildebrandstraße bis zum Schützenanger an der Reihe. 2016 folgt der Rest bis zur Kreuzung zur Straße „Im Rinschenrott“.

Welche Auswirkungen haben die Bauarbeiten auf den Verkehr? 

Autofahrer müssen während der Bauzeit mit erheblichen Behinderungen rechnen. Der Verkehr wird voraussichtlich in beiden Jahren stadtauswärts (Richtung Northeim) durch die Baustelle geführt. Stadteinwärts ist 2015 eine Umleitung über den Schützenanger zur Hildebrandstraße geplant. 2016 wird der Verkehr voraussichtlich Richtung Innenstadt über den Hagenweg, die Königsallee und die Godehardstraße umgeleitet. Die Umleitungen könnten insbesondere im Berufsverkehr zu Staus führen.

Wie erfolgt der Ausbau der Straße? 

Die Straße wird mit einer Fahrbahnbreite von insgesamt sieben Metern ausgebaut. Hinzu kommen der Rad- und der Gehweg. Im südlichen Bereich plant die Stadt die Radfahrstreifen auf der Fahrbahn sowie Linksabbieger für die Grundstücke mit Lieferverkehr. Im nördlichen Bereich soll ein Hochbord mit Rad- und Fußweg entstehen.

Was sagen die Anlieger zu dem Projekt? 

Auf deren Anregung wurden die Linksabbiegestreifen für den Lieferverkehr zu den Grundstücken in das Projekt mit aufgenommen. Im nördlichen Ausbauabschnitt ist das allerdings aus Platzgründen nicht möglich. Dort gibt es einfach zu viele Grundstücksausfahrten. Einige hätten Abbiegespuren bekommen können, andere nicht, hieß es bei einer Anliegerversammlung.

Wie sieht es mit Parkmöglichkeiten entlang des Maschmühlenweges aus? 

Viele Pendler nutzen den Maschmühlenweg zum Parken. Nach dem Ausbau des Abschnitts wird es dort auch weiterhin Parkbuchten geben - allerdings weniger als bisher.

Wie kann man sich aus erster Hand informieren? 

Über das Projekt wird bei der nächsten Sitzung des Göttinger Bauausschusses ausführlich beraten. Sie beginnt am Donnerstag, 4. Dezember, um 16.15 Uhr im Ratssaal des Neues Rathauses. (bsc)

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