Maschmühlenweg: Termin für Ausbau-Start steht noch nicht fest

Schlechter Zustand: Ein fast ein Kilometer langer Abschnitt des Maschmühlenwegs in Göttingen soll 2015 und 2016 neu gestaltet werden. Die Trasse hat viele Schlaglöcher. Foto: Schlegel

Göttingen. Der Maschmühlenweg, die Verlängerung der Bundesstraße 3 von und nach Northeim, gehört zu den wichtigsten Göttinger Hauptstraßen.

Aktualisiert um 18.34 Uhr

Wann der Ausbau eines ein Kilometer langen Abschnitts in diesem Jahr startet, steht noch nicht fest. Der Bauausschuss der Stadt legte am Donnerstag fest, wie der Ausbau des Maschmühlenwegs zwischen der Hildebrandstraße und der Kreuzung zur Straße „Im Rinschenrott“ erfolgt: Die Abschnitt wird mit einer Straßenbreite von sieben Metern ausgebaut. Es wird wie bisher Stellplätze auf der Westseite der Straße geben.

Die Radwege werden neben den Gehwegen auf Hochborden zu finden sein. Ursprünglich gab es die Idee, für die Radler sogenannte Schutzstreifen auf der Fahrbahn vorzusehen. Diese Variante wurde von einem Sicherheits-Gutachter abgelehnt und schied damit aus. Kritik an der Hochbord-Variante kommt Verein Stadt und Planung Göttingen.

„Seit Jahrzehnten wird im Straßenbau einseitig für den Autoverkehr geplant, Radwegführung ist eine lästige Vorschrift am Rande“, sagt Vorsitzender Dr. Francisco Welter-Schultes. Er befürchtet, dass Radfahrer künftig auch im Maschmühlen ständig hohe und zu schmale Auffahrrampen nutzen müssen, so wie seit dem Ausbau im Bereich Königsallee. Nun muss die Stadt den Antrag auf Förderung des Projekts stellen. Bei einem Gesamtvolumen für den Maschmühlenweg-Ausbau von etwa drei Millionen Euro hofft die Stadt auf etwa eine Million Euro vom Bund. Wenn der Förderbescheid vorliegt, will die Verwaltung den konkreten Zeitplan vorlegen.

Nach früheren Planungen soll der Ausbau in zwei Etappen erfolgen. Zunächst ist voraussichtlich in diesem Jahr der Abschnitt zwischen Hildebrandstraße und Schützenanger an der Reihe. 2016 soll der Rest bis zur Kreuzung zur Straße „Im Rinschenrott“ folgen. Autofahrer müssen während der Bauzeit mit erheblichen Behinderungen rechnen. Der Verkehr wird voraussichtlich in beiden Jahren stadtauswärts (Richtung Northeim) durch die Baustelle geführt.

Stadteinwärts ist 2015 eine Umleitung über den Schützenanger zur Hildebrandstraße geplant. Im kommenden Jahr wird der Verkehr voraussichtlich Richtung Innenstadt über den Hagenweg, die Königsallee und die Godehardstraße umgeleitet. Die Umleitungen könnten insbesondere im Berufsverkehr zu Staus auf der wichtigen Pendler-Route führen.

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