Corona-Krise

Maskenpflicht in der Region Göttingen soll kommen

dpatopbilder - 22.04.2020, Baden-Württemberg, Friedrichshafen: Sieben selbst genähte Mund- und Nasenmasken aus Stoff hängen in einem Büro am Aktenschrank. Jede der Masken ist einem Tag zugeordnet. Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
+
Die Maskenpflicht in Region Göttingen soll offenbar kommen.

In der Region Göttingen soll nach Informationen dieser Zeitung ähnlich wie in Wolfsburg und Braunschweig eine Pflicht zum Tragen einer Maske eingeführt werden.

In Wolfsburg gilt die Pflicht bereits seit Anfang der Woche. In Braunschweig wird die Maskenpflicht in Kürze eingeführt. Offiziell drückt sich die Stadtverwaltung noch vorsichtig aus: Die derzeitige Corona-Lage sei nach wie vor hoch dynamisch, sodass die Stadt Göttingen und der Landkreis die Situation beobachten und ebenfalls eine Maskenpflicht prüfen.

Thema Maskenpflicht in Göttingen: Infektionsrisiko minimieren

„Unser Ziel ist es, das Infektionsrisiko der Bevölkerung bestmöglich zu minimieren und insbesondere Risikogruppen wie ältere und chronisch oder schwerkranke Menschen zu schützen“, betont Petra Broistedt, Leiterin des Stabs für außergewöhnliche Ereignisse bei der Stadt Göttingen und als Stadträtin für das Thema Gesundheit zuständig, „dazu können Gesichtsmasken einen guten Beitrag leisten, insbesondere wenn jetzt erste Lockerungen der Kontaktsperre in Kraft treten und wir uns sicher in der Öffentlichkeit bewegen wollen.“

Thema Maskenpflicht in Göttingen: Im Nahverkehr, in öffentlichen Gebäuden und in Geschäften

Eine Maskenpflicht wird beispielsweise für die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs, beim Betreten und Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden sowie in Geschäften erwogen. „Wir empfehlen der Bevölkerung daher, sich auf eine etwaige Maskenpflicht vorzubereiten“, sagt Broistedt. Dabei können auch sogenannte textile Mund-Nase-Barrieren, also selbstgenähte Behelfsmasken, Schals oder Tücher, die die Nase und den Mund abdecken, getragen werden. Die Stadträtin betont: „Im Zweifel gilt: Einen selbst erstellten Schutz zu tragen ist besser, als gar keine Maske zu nutzen.“

Themen Maskenpflicht in Göttingen: Kein Flickenteppich

Marlies Dornieden, Leiterin des Stabes des Landkreises Göttingen, ergänzt: „Vermeiden müssen wir einen Flickenteppich, bei dem die Maskenpflicht in einem Ort gilt, im nächsten nicht. Deshalb ist eine Abstimmung in der Region, besser noch auf Landesebene, sinnvoll.“ Landrat Reuter werde sich mit Landrätin Astrid Klinkert-Kittel in Northeim und Landrat Michael Schünemann in Holzminden in Verbindung setzen, kündigt sie an.

Thema Maskenpflicht in Göttingen: An einem Strang ziehen

„Wir sind beim ÖPNV in einem Verkehrsverbund und sollten bei der Maskenpflicht an einem Strang ziehen“, so Dornieden. Zudem werde Landrat Reuter in der Telefonkonferenz der kommunalen Spitzenverbände mit dem Chef der Staatskanzlei in dieser Woche für eine landesweite Regelung werben, fügt sie hinzu. Noch am Montag hieß es von der Göttinger Stadtverwaltung, dass eine Maskenpflicht bislang nicht zur Debatte steht. Offenbar hat es inzwischen ein Umdenken gegeben.

Unterstützung für Göttinger Livemusik-Szene

Die Stadt Göttingen unterstützt die Göttinger Livemusik-Clubs und Konzertveranstalter in der derzeitigen Corona-Krise mit einer vorzeitigen Fördermittelauszahlung. Üblicherweise erhalten diese für Live-Konzerte städtische Fördermittel, die vom Verein Rockbüro Göttingen ausgezahlt werden. 75 Prozent der Fördermittel des Rockbüros stehen laut Zuschussvertrag mit der Stadt für die Livemusikförderung (Konzerte und Festivals) zur Verfügung. Inklusive der Restmittel aus 2019 sind das in diesem Jahr 59.420 Euro. Neben der institutionellen Förderung einzelner Einrichtungen werden Clubkonzerte und Festivals projektbezogen gefördert.

Die Kulturverwaltung prüft das Rockbüro über die Mittelverwendung aller geförderter Projekte und Einrichtungen im Rahmen der von diesen vorzulegenden Verwendungsnachweise und Jahresberichte. Angesichts der anhaltenden Einschränkungen des öffentlichen und damit auch des kulturellen Lebens in Göttingen aufgrund der Corona-Lage haben Rat und Verwaltung beschlossen, die Auszahlung von Zuschüssen an Göttinger Livemusik-Clubs und Konzertveranstalter vorzeitig und gegen Nachweis der Kosten für die erste Jahreshälfte auszuschütten, auch wenn keine Konzerte stattfinden konnten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.