Lebensqualität im ländlichen Raum

Masterarbeit über Heckenbeck: Dorf mit großer Zukunft

Heckenbeck aus der Luft: Das Dorf im Landkreis Northeim ist ein positives Beispiel für die Entwicklung im ländlichen Raum. Archivfoto: Rampfel

Göttingen/Heckenbeck. Dörfer können Zukunft haben. Das beweist Heckenbeck im Landkreis Northeim. Eine wissenschaftliche Arbeit aus Göttingen über die Ortschaft erhielt einen Hochschulpreis.

Die Göttinger Absolventin Marit Schröder hat ihre Masterarbeit an der Fakultät Ressourcenmanagement an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) dem 470-Einwohner-Dorf Heckenbeck gewidmet. Das Geheimrezept der Ortschaft gegen den demographischen Wandel: „Die Offenheit der alteingesessenen Bevölkerung gegenüber neu Zugezogenen und Veränderungen sorgt für eine offene und kreative Atmosphäre, in der Ideen entstehen und Menschen sich begegnen können.“

Für die Masterarbeit „Lebensqualität im ländlichen Raum – Heckenbeck als Erfolgsmodell zukunftsfähiger Dorfentwicklung?“ erhielt Schröder den Hochschulpreis der Niedersächsischen Akademie Ländlicher Raum.

Preis für Masterarbeit: Marit Schröder mit Prof. Dr. Ulrich Harteisen, der das Projekt betreute. Foto: privat/nh

Schröder hat festgestellt, dass Heckenbeck eine für den ländlichen Raum besondere Lebensqualität hat. Die Ortschaft besitzt ein sehr aktives und differenziertes Dorf- und Vereinsleben und eine sehr gute infrastrukturelle Ausstattung. Dazu gehören unter anderem die Weltbühne mit ihrem vielfältigen kulturellen Angebot sowie die Freie Schule mit ihrem besonderen pädagogischen Förderkonzept.

„Marit Schröder ging sehr reflektiert mit der Frage um, was und wie von der Entwicklung in Heckenbeck zu lernen ist, woraus sie Erfolgsfaktoren ableitete. Daraus gelingt ein differenzierter Brückenschlag zu den Empfehlungen für die Praxis der Dorfentwicklung“, sagte Prof. Dr. Kim Philip Schumacher von der Universität Vechta in seiner Laudatio.

Das Dorf Heckenbeck sei ein spannendes Forschungsprojekt, denn das Dorf habe besonders konstruktiv auf Zukunftsherausforderungen reagiert, lobte Prof. Dr. Ulrich Harteisen, der die Masterarbeit betreute.

Marit Schröder studierte nach dem Abitur 2008 in Itzehoe European Studies in Osnabrück auf Bachelor, bevor sie sich 2011 für den Master Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung an der HAWK einschrieb. Auf der Suche nach einem Thema für ihre Abschlussarbeit begeisterte sich die 26-Jährige für das kleine Dorf vier Kilometer nordwestlich von Bad Gandersheim.

Einheitliche Förderung

Die Antwort von Nachwuchs-Wissenschaftlerin Schröder auf den demografischen Wandel: „Die Förderung für den ländlichen Raum sollte einheitlicher und transparenter gestaltet und besser auf den spezifischen Bedarf vor Ort zugeschnitten sein.“ Förderprogramme sollten mehr auf die Aktivierung von Akteuren und Netzwerken abzielen. Ihre aktuelle Forschung widmet Marit Schröder ebenfalls dem ländlichen Raum. Derzeit promoviert sie in Kooperation mit der Universität Vechta über das Schwerpunktthema Daseinsvorsorge auf dem Land. (bsc)

http://zu.hna.de/heckhawk14

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