Göttingens Oberbürgermeister-Kandidaten

Mathias Rheinländer (Die Partei) will Göttingens Bürokratie verschlanken

Mathias Rheinländer steht an seinem Maserati, vor dem Werbeaufkleber von „Die Partei“.
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Wird seinen Maserati am Wahltag für den Fahrdienst, der Bürgerinnen und Bürger zur Wahlurne bringt, zur Verfügung stellen: OB-Kandidat Mathias Rheinländer.

Mathias Rheinländer tritt als Kandidat für Die Partei zur Wahl des Oberbürgermeisters an. Er will sich vor allem die unnötige Bürokratie vornehmen.

Göttingen – Eine seiner ersten Handlungen werde sein, ins Neue Rathaus zu gehen, um sich von den Mitarbeitern „jede einzelne Verwaltungshandlung vorführen“ zu lassen, sagt Mathias Rheinländer. Der 54-Jährige hat die aktuelle Kommunalpolitik satt. Und tritt daher für Die Partei als Oberbürgermeisterkandidat an.

Denn, da sei er sich sicher: Man könne dort einiges optimieren und ausdünnen. Eines seiner erklärten Ziele: die Bürokratie verschlanken. Aber nicht nur das. Auch ein Bewertungssystem für die Mitarbeiter im Rathaus schwebe ihm vor. „Es gibt Leute, die hängen sich richtig rein und arbeiten entsprechend gut. Und dann gibt es diejenigen, die Akten von links nach rechts schieben.“ Das könne nicht sein und würde durch ein entsprechendes Bewertungssystem deutlich werden.

Mathias Rheinländer will die Probleme in Göttingen an der Wurzel anpacken. „Anders geht es auch gar nicht mehr, weil Vieles mittlerweile schon so verkrustet ist, dass man nur noch direkt an der Wurzel beginnen kann, wenn man etwas ändern möchte“, erklärt Rheinländer, der bereits in fünfter Generation in der Universitätsstadt lebt und dadurch sehr tief in der Universitätsstadt verwurzelt ist.

Politisch ist der Göttinger kein unbeschriebenes Blatt. Während seiner Schulzeit war er bereits als Schülersprecher aktiv, später im AStA der Uni Göttingen, dann bei der Alternativ-Grüne-Initiativen-Liste Göttingen (AGIL) und im Rat der Stadt.

Bis er seinen Abschluss in der Tasche hatte und sein Unternehmen gründete, das im Bergbau und Mineralienhandel tätig ist. Ab da war erst einmal Schluss mit Politik.In seiner Firma dreht sich alles rund um Mineralien, Fossilien und Edelsteine. Mathias Rheinländer ist – sozusagen – steinreich. Warum also der Schritt zurück auf die politische Bühne?

„Wir leben in einer Zeit, in der die AfD und Querdenker erstarken und wo auf kommunalpolitischer Ebene keine gute Politik gemacht wird“, erklärt er. Man brauche Leute, die beispielsweise Krisen wie die Corona-Pandemie managen könne – denn Krisen dieser Art würden in den kommenden Jahren zunehmen. Aber die habe man derzeit nicht. „Während der Pandemie haben wir Dinge erlebt, die wirklich hanebüchen waren“, sagt Rheinländer.

Irgendwann sei ihm einfach der Kragen geplatzt. Doch sich auf Aufregen und Beschweren helfe nichts. „Man muss die Dinge selber in die Hand nehmen, wenn man etwas bewegen und mitgestalten will.“

Genau das ginge als Mitglied des Stadtrates, denn – und das sei ihm durchaus bewusst – er werde sicherlich nicht der neue Oberbürgermeister. Mit seiner Kandidatur trete er jedoch auch für den Stadtrat an. „Und da hoffe ich, dass das klappt und wir eine möglichst starke Fraktion stellen können“, so Rheinländer.

Dann könne man gezielt die bestehenden Probleme angehen – aber auch nur mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen, ist Rheinländer überzeugt.

Daher werde er immer ein offenes Ohr für alle haben und jederzeit als Ansprechpartner für die Anliegen aller verfügbar sein. (Melanie Zimmermann)

Drei Sätze zum Vervollständigen

Die Stadt Göttingen ist für mich... immer wieder mein Zuhause, trotz all der Zeit im Ausland.

Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme... habe ich das Haus nicht verlassen!

Wenn ich nicht Oberbürgermeister werde... werde ich im Rat der Stadt versuchen, mit der Verwaltung radikal auzufräumen und die Bürokratie beseitigen!

ZUR PERSON

Dipl. Kfm. Mathias Rheinländer (54) ist in Göttingen geboren, wie auch seine Eltern schon. Nach dem Abitur am Max-Planck-Gymnasium studierte er BWL und Mineralogie an der Georg-August Universität in Göttingen und beendete dies als Diplom Kaufmann in der Fachrichtung Öffentliche Betriebe.

Seit 1993 ist er Geschäftsführer der Mikon Mineralienkontor GmbH, war Dozent für Gemmologie an der FH Wismar, Berater der Weltbank für Infrastruktur im Bergbau in Afrika, ist Mitglied der Amerikanischen Mineralogischen Gesellschaft, der Arizona State University Mineralogical Society, der Königlich Schottischen Gemmologischen Gesellschaft und ist Mitglied der PARTEI.

Er ist verheiratet und hat eine Tochter (20).

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